Smörgåstårta – drei schwedische Brottorten

Collage dreier schwedischer Smörgåstårtor: mit Lachs und Meeresfrüchten, vegetarisch mit Käse sowie mit Kochschinken

Eine Torte muss nicht immer süß sein.

Die Smörgåstårta ist eine herzhafte schwedische Brottorte. Sie besteht aus mehreren Lagen Brot und unterschiedlichen cremigen Füllungen. Außen wird sie ebenfalls mit Creme bestrichen und anschließend üppig dekoriert.

Vorläufer der Smörgåstårta tauchten bereits in schwedischen Kochbüchern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. In den 1940er- und 1950er-Jahren entwickelte sie sich nach und nach zu der reich dekorierten Brottorte, die man heute kennt. Eine einzelne Person als Erfinder lässt sich wohl nicht eindeutig bestimmen. In Schweden ist sie bis heute ein Klassiker für Feste und größere Familienfeiern.

Ich habe gleich drei verschiedene Varianten zubereitet:

  • mit Krebsfleisch, Garnelen und Räucherlachs
  • vegetarisch mit Ei, Käse und Kresse
  • mit Kochschinken, Ei und Käse

Die Torten lassen sich gut vorbereiten. Ich habe sie am Vorabend zusammengesetzt und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Dekoriert wurden sie erst am nächsten Tag. Dadurch bleibt der Salat frisch und das Gemüse schön knackig.

Die Grundcreme

Für alle drei Torten habe ich zunächst eine gemeinsame Grundcreme angerührt.

Dafür benötigt man:

  • 1.200 g Frischkäse natur
  • 600 g Schmand oder Crème fraîche
  • 180 g Mayonnaise

Alles gründlich miteinander verrühren und anschließend auf drei Schüsseln verteilen. Jede Portion enthält etwa 660 g Creme.

Pro Torte werden ungefähr 300 g Creme für die beiden Füllungen und 360 g zum Einstreichen benötigt.

Wer nur eine der drei Varianten zubereiten möchte, verwendet:

  • 400 g Frischkäse
  • 200 g Schmand oder Crème fraîche
  • 60 g Mayonnaise

Außerdem werden für jede Torte zwölf große Scheiben Sandwich-Toast benötigt.

Smörgåstårta mit Krebsfleisch, Garnelen und Lachs

Smörgåstårta mit Krebsfleisch, Garnelen und Lachs

Diese Variante ist der schwedische Klassiker unter den drei Brottorten. Krebsfleisch und Garnelen bilden die beiden Füllungen. Geräucherter Lachs, Ei und weitere Garnelen kommen später als Dekoration darauf.

Zutaten

Für die Torte:

  • 12 große Scheiben Sandwich-Toast
  • 660 g Grundcreme
  • 1 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • schwarzer Pfeffer
  • bei Bedarf etwas Salz

Für die Krebsfleischfüllung:

  • 200 g Krebsfleisch, verzehrfertig
  • 1 hart gekochtes Ei
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1 Esslöffel gehackter Dill

Für die Garnelenfüllung:

  • 200 g gegarte Garnelen
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1½ Esslöffel gehackter Dill
  • etwas Pfeffer

Für die Dekoration:

  • 250 g Räucherlachs
  • 100 g gegarte Garnelen
  • 2 hart gekochte Eier
  • ½ Salatgurke
  • 4–5 Radieschen
  • einige Salatblätter
  • einige Dillzweige
  • ½ Zitrone
  • optional etwas Forellenrogen

Zubereitung

Senf und Zitronensaft unter die Grundcreme rühren. Mit Pfeffer und bei Bedarf mit wenig Salz abschmecken. Etwa 360 g der Creme zum späteren Einstreichen beiseitestellen.

Das Krebsfleisch gründlich abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Ei fein hacken. Krebsfleisch, Ei, Creme, Frühlingszwiebel und Dill miteinander vermischen.

Für die zweite Füllung die Garnelen ebenfalls gut abtropfen lassen. Anschließend grob hacken und mit Creme, Frühlingszwiebel, Dill und etwas Pfeffer verrühren.

Die Torte wie weiter unten beschrieben zusammensetzen und über Nacht kalt stellen.

Am nächsten Tag mit Räucherlachs, Garnelen, Eierspalten, Gurke, Radieschen, Zitrone und Dill dekorieren. Den Lachs habe ich dafür locker zu kleinen Rosen gerollt. Einige Salatblätter rund um den unteren Rand verdecken den Übergang zur Platte.

Vegetarische Smörgåstårta mit Ei, Käse und Kresse

Vegetarische Smörgåstårta mit Ei, Käse und Kresse

Die vegetarische Variante bekommt eine Füllung mit Ei und Kresse und eine zweite mit Käse und Paprika.

Salatgurke habe ich bewusst nur für die Dekoration verwendet. In der Füllung würde sie über Nacht zu viel Flüssigkeit abgeben.

Zutaten

Für die Torte:

  • 12 große Scheiben Sandwich-Toast
  • 660 g Grundcreme
  • 1½ Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 2 Teelöffel Zitronensaft
  • schwarzer Pfeffer
  • bei Bedarf etwas Salz

Für die Ei-Kresse-Füllung:

  • 3 hart gekochte Eier
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • ½ Kästchen Kresse
  • 1 Esslöffel gehackter Dill
  • 1 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • etwas Pfeffer

Für die Käse-Paprika-Füllung:

  • 200 g Gouda oder Cheddar
  • ½ rote Paprika
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1 Esslöffel Schnittlauch
  • etwas Pfeffer

Für die Dekoration:

  • 100 g Gouda in Scheiben
  • 1 hart gekochtes Ei
  • ½ Salatgurke
  • ½ rote Paprika
  • 4–5 Radieschen
  • 6–8 Cocktailtomaten
  • etwa 100 g helle und rote Weintrauben
  • einige Salatblätter
  • einige Dillzweige
  • 1½ Kästchen Kresse

Für eine vollständig vegetarische Torte sollte man einen Käse mit mikrobiellem Lab verwenden.

Zubereitung

Senf und Zitronensaft in die Grundcreme rühren und mit Pfeffer und etwas Salz abschmecken. Etwa 360 g zum Einstreichen beiseitestellen.

Für die erste Füllung die Eier fein hacken. Mit Creme, Frühlingszwiebel, Kresse, Dill, Senf und Pfeffer verrühren.

Für die zweite Füllung den Käse fein reiben. Die Paprika sehr fein würfeln und zwischen Küchenpapier gut trocken tupfen. Anschließend mit Creme, Frühlingszwiebel, Schnittlauch und Pfeffer vermischen.

Die Füllung sollte dick und streichfähig bleiben. Deshalb kein Wasser oder Gurkenwasser hinzugeben.

Nach einer Nacht im Kühlschrank die Torte mit Käseröllchen, Eierspalten, Gurke, Paprika, Radieschen, Cocktailtomaten und Weintrauben dekorieren. Die frische Kresse kommt ganz zum Schluss darüber.

Smörgåstårta mit Kochschinken, Ei und Käse

Smörgåstårta mit Kochschinken, Ei und Käse

Die dritte Torte bekommt eine herzhafte Füllung aus Kochschinken und Gewürzgurke. Die zweite Lage besteht aus Ei und geriebenem Käse.

Zutaten

Für die Torte:

  • 12 große Scheiben Sandwich-Toast
  • 660 g Grundcreme
  • 2 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • schwarzer Pfeffer
  • bei Bedarf etwas Salz

Für die Schinkenfüllung:

  • 200 g gekochter Schinken
  • 3 kleine Gewürzgurken
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1 Esslöffel Schnittlauch
  • 1 Teelöffel mittelscharfer Senf

Für die Ei-Käse-Füllung:

  • 3 hart gekochte Eier
  • 100 g Gouda
  • 150 g der abgeschmeckten Grundcreme
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1 Esslöffel gehackte Petersilie oder Schnittlauch
  • etwas Pfeffer

Für die Dekoration:

  • 200 g gekochter Schinken
  • 100 g Gouda in Scheiben
  • 1 hart gekochtes Ei
  • ½ Salatgurke
  • 4–5 Radieschen
  • 6–8 Cocktailtomaten
  • etwa 100 g helle und rote Weintrauben
  • einige Salatblätter
  • etwas Petersilie

Zubereitung

Die Grundcreme mit zwei Teelöffeln Senf, Pfeffer und bei Bedarf wenig Salz abschmecken. Etwa 360 g Creme zum Einstreichen beiseitestellen.

Für die erste Füllung Schinken und Gewürzgurken fein würfeln. Die Gurken mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend mit Creme, Frühlingszwiebel, Schnittlauch und einem weiteren Teelöffel Senf verrühren.

Für die zweite Füllung die Eier fein hacken und den Gouda fein reiben. Beides mit Creme, Frühlingszwiebel, Petersilie und Pfeffer vermischen.

Nach dem Durchziehen wird die Torte mit locker gerolltem Schinken, Käseröllchen, Eierspalten, Gurke, Radieschen, halbierten Cocktailtomaten und Weintrauben dekoriert.

Die Brottorten zusammensetzen

Der Aufbau ist bei allen drei Varianten gleich:

  1. Die zwölf Toastscheiben entrinden. Das Brot wird nicht getoastet.
  2. Vier Scheiben als Quadrat von zwei mal zwei Scheiben auf eine stabile Platte legen.
  3. Die erste Füllung gleichmäßig darauf verstreichen.
  4. Vier weitere Toastscheiben auflegen.
  5. Die zweite Füllung darauf verteilen.
  6. Mit den letzten vier Toastscheiben abschließen.
  7. Die Torte vorsichtig und gleichmäßig andrücken.
  8. Oberseite und Seiten mit der zurückgestellten Creme bestreichen.
  9. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag kann dekoriert werden.

Wichtig ist, alle Zutaten möglichst trocken zu verarbeiten. Das gilt besonders für Krebsfleisch, Garnelen, Paprika und Gewürzgurken. Auch die gekochten Eier müssen vollständig abgekühlt sein.

Durch die Nacht im Kühlschrank werden die Brotschichten weich und die Torte lässt sich anschließend gut schneiden.

Die Dekoration macht etwas Arbeit. Dafür sehen die Smörgåstårtor auf dem Tisch wirklich beeindruckend aus. Und lecker waren alle drei Varianten.

Guten Appetit!

Kaffee kochen – Handgebrüht

[Werbung – Unbezahlt mit Markennennung und Produktlinks]


Über das Kaffekochen habe ich mir nie so große Gedanken gemacht. Kaffe in den Filter, Wasser auffüllen, Kaffemaschine an und fertig. Ausnahme war vielleicht noch die Espressokanne für den Herd. Die Perkulatorkanne von Petromax hatte ich ja wegen dem Cowboyfeeling gekauft. Um den Kaffee hatte mir keine so großen Gedanken gemacht.

Nun habe ich mit mal etwas ausgiebiger mit dem Thema Kaffe befasst und folgende „Erkenntnisse“ gesammelt:

  • Guten Kaffe in Bohnenform kaufen und erst vor dem Zubereiten mahlen.
  • Der Mahlgrad des Kaffees muss zur Zubereitung des Kaffees und der Sorte passen.
  • Temperatur (und auch die Qualität) des Wassers ist ein Parameter.
  • Es gibt sehr viele Arten Kaffee zuzubereiten (nur einige Beispiele:
    • Handgebrüht
    • Perkulator
    • Mokkakanne
    • Espressokanne
    • French Press
    • Aero Press
    • Coldbrew
    • und viele weitere …
  • Stoppuhr und Waage sind Dein Freund

Um leckeren Kaffe zuzubereiten, der auch die Geschmacksnuancen bietet wie sie der Kafferöster sich gedacht hat, habe ich mich zunächst für das Handbrühen (ja wie bei Omma) entschieden.

Die Wahl fiel auf den japanischen Handfilter von Hario (Größe 02). Der hat im Gegensatz zu Ommas Filter ein größeres Auslaufloch und spiralförmige Rinnen an der Innenseite. Die dazu passenden Filtertüten haben auch eine Spitze.

Dazu gab es eine formschöne Glaskanne mit 600ml Inhalt die reicht für 4 Tassen – ebenfalls von Hario.

Um beim Aufbrühen nicht Krater in das Kaffeepulver zu spülen und um das Wasser gleichmäßig im Filter zu halten ist es vorteilhaft einen Wasserkessel mit einem Schwanenhals zu verwenden. Der sieht dann so ein bischen aus wie eine Gießkanne für Zimmerpflanzen. Von Hario habe ich ein schönes Modell gefunden. Der Stil mit dieser Baumkuchenähnlichen Form gefällt mir sehr gut. Sogar der beim Filter beiliegende Dosierlöffel für Kaffepulver ist in der Form. Die Kanne gibt es auch in Kupfer, die war mir aber zu teuer.

Bei der Kaffemühle war die Entscheidung nicht so einfach.

Hier gibt es eine vielzahl von verschiedenen Maschinen die alle mehr oder weniger viele Vor- und Nachteile haben. Fazit: Ommas alte Kaffemühle mit Kegelmahlwerk war garnicht so schlecht.

Der Kaffe soll schoned – ohne große Erwärmung des Mahlguts – erfolgen.
Omas elektrische Schlagmessermühle die so schön vibriert hat ist da ziemlich ungeeignet. Das Pulver wurde da immer so schön warm…

Ich habe ersteinmal nicht mehrere Hundert Euro für die Kaffeemühle ausgeben wollen und ein schönes Einsteigermodell mit Scheibenmahlwerk gekauft. Die Rommelsbacher EKM200. Man kann den Mahlgrad ausreichend gut verstellen und sie besitzt einen Timer (das Einstellrad an der Vorderseite). Die Einstellung benutze ich, um die Maschine eine begrenzte Zeit laufen zu lassen. Die Bohnen wiege ich vorher immer ab..

Die Menge Wasser und die Menge Kaffee sind enscheidend. Ich verwende einen mittleren Mahlgrad. Ich verwendeund momentan gute 6 Gramm Kaffee auf 100ml Wasser.

Ich habe zwar noch eine Feinwaage, aber unsere neue Soehnle Küchenwaage leistet hier sehr gute Dienste. Sie hat eine Glasoberfläche die sich gut reinigen lässt und genügend Platz um darauf Kafee zu kochen. Sie eignet sich auch gut als Malzwaage zum Brauen, da sie bis 15 Kg. wiegen kann.

Beim Handbrühen ist es nun entscheidend, alle Parameter zusammenzuführen.

Zunächst wird das Wasser im Kessel (in ausreichender Menge) erhitzt – benötigt werden mehr als 500 ml.

Die benötigte Menge Kaffebohnen (hier 30g) wird abgewogen.
Dann wird das Filterpapier in den Filtergesteckt (die Naht wird umgefaltet)

Wenn das Wasser kocht, nehme ich es vom Herd und spüle einmal das Filterpapier um den Papiergeschmack zu entfernen. Das wärmt auch schon den Filter und die Kanne vor.

Gleichzeitig stelle ich die Kaffeemühle an.
Das Wasser in der Glaskanne wird nun weggeschüttet und der gemahlene Kaffee wird eingefüllt.
Das Wasser im Kessel sollte nun ca. 94°C haben.

Die Waage wird mit der Tara Taste auf Null gestellt und der Timer wird gestartet.
Jetzt wird die doppelte Menge (hier also 60g) Wasser in Konzentrischen Kreisen über das Kaffee Pulver gegossen. Der Kaffe gast nun aus und quillt auf (blooming)

Nun wartet man bis 30 Sekunden vergangen sind. Dann wird auf die gewünschten 500 ml Wasser in kreisförmigen Bewegungen aufgefüllt. Genau dafür braucht man die Schwanenhals Kanne. So kann man mit der gleichen Menge nachgießen die unten aus dem Filter wieder herausläuft.

Bis zum durchlaufen des Wassers sollte die Stoppuhr zweieinhalb bis drei Minuten anzeigen. Ist die Zeit kürzer sollte der Mahlgrad feiner gewählt werden. Ist sie länger, so ist der Mahlgrad gröber einzustellen. Aber das ist nur ein Parameter mit dem man nachvollziehbare Ergebnisse produzieren kann.

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Das Genießen. Ich lasse den Kaffe etwas abkühlen und probiere neue Sorten erst Pur, mit etwas Zucker oder ganz wenig Milch. Entscheidet selbst was Euch schmeckt. Es gibt viele Kaffeesorten zu entdecken. Für jede gibt es ein passendes persönliches Brührezept.

Mir schmeckt der Kaffee auf diese Art viel besser. Beim Kaffee gibt es ja sehr viele Geschmacksrichtungen zu entdecken.

Es werden noch weitere Kaffe-Posts folgen.
Wie braut Ihr euren Kaffee?

Kimchi – Selbst gemacht

Endlich habe ich einmal die Zeit gefunden um Kimchi – das ist das Koreanische Pendant zu unserem Sauerkraut – selbst herzustellen. Allerdings ist das Kimchi um einiges schärfer.

Kimchi bedeutet in Korea aber auch allgemein das Haltbarmachen von Gemüse durch Michsäuregärung – also einer Fermentation. Ich habe in diesem Rezept vorwiegend Chinakohl, Möhren, Mairübchen und Frühlingszwiebeln verwendet.

Die Zubereitung ist nichts für ungeduldige. Sie nimmt ein paar Stunden in Anspruch und das fermentieren dauert dann auch noch einige Tage.

Die komplette Zutatenliste findet ihr am Ende des Beitrags.

1. Kohl vorbereiten

Zunächst habe ich zwei große und einen kleinen Weißkohl halbiert, indem ich lediglich die Strünke eingeschnitten habe und sie dann auseinander gezogen habe.

Dadurch bleiben die Blätter komplett am Strunk und lassen sich später besser handhaben. Das ist für die spätere Verarbeitung wichtig.

Der halbe Strunk wird nun noch einmal eingeschnitten, aber noch nicht auseinander gezogen.

Der Kohl wird nun gründlich mit klaren Wasser abgespült und zum Abtropfen beiseite gestellt. Das geht prima, weil die Blätter noch an den Strünken sind.

Dann wird er eingesalzen indem man das Salz zwischen die aufgeklappten Blätter streut. Ich habe ca. 100g Salz verwendet. Dann lässt man den Kohl in einer großen Schüssel zwei Stunden ziehen. Dabei regelmäßig umschichten und das Wasser das sich sammelt über den Kohl verteilen. Durch das Einsalzen wird der Kohl mit der Zeit weicher.

In der Zwischenzeit wird die Marinade bereitet.

2. Marinade

Ich habe dazu 500ml kaltes Wasser mit zwei gehäuften Esslöffeln Mehl verrührt und das ganze aufgekocht. Dazu kommen dann noch zwei Esslöffel brauner Zucker. Das ganze muss nun wieder abkühlen. Es dient später als „Kleber“ um die Marinade besser am Kohl haften zu lassen.

3 Zwiebeln, 7 Knoblauchzehen, ein Stück Ingwer sowie 12 rote Peperoni (die etwas schärferen), 1 Esslöffel Chiliflocken und eine rote Paprika hab ich im Mixer püriert. Dazu kommen noch ein Gläschen Sardellen die ich vorher vom Salz befreit und abgespült habe.

Die Menge an Schärfe muss jeder für ich ausmachen. Ich habe mich an den Rand des angenehmen herangetastet. Das wird ja noch mit dem ganzen Kohl vermischt. Also Mengen notieren und beim nächsten Ansatz ggf. anpassen.

Der Bianco Mixer hat ganze Arbeit geleistet.

Das ganze wird nun mit dem Wasser Mehl Zuckergemisch verrührt. Dazu kommen noch 3 Esslöffel Oystersauce 1 Esslöffel Sesamöl und 2 Esslöffel Sojasauce.

Nun kommt das Begleitgemüse an die Reihe. Bei mir waren es drei Mairübchen, 4 Möhren – in feine Streifen geschnitten – 8 Frühlingszwiebeln kleingeschnitten und eine Handvoll gehackte Petersilie.

Das Gemüse wird nun mit der Marinade vermischt und etwas ziehen gelassen.

Der Kohl wird nach dem zweistündigen einsalzen gründlich mit klarem Wasser abgespült und die eingeschnittenen Strünke werden geteilt. Danach lässt man ihn gründlich abtropfen. auch hier helfen die Strünke. Das Wasser läuft einfach besser ab.

3. Marinieren

Die Kohlblätter werden mit der Marinade eingerieben. Mit Handschuhen bleiben auch die Hände sauber. Die Blätter werden nach und nach angehoben und mariniert.

Die fertig marinierten Viertel werden zusammengeklappt und in einen Tontopf – unser alter Rumtopf war hier gut geeignet – eingeschichtet. Dabei möglichst die Luft herausdrücken.

weiter geht es mit dem Marinieren…

Die Menge passte perfekt in unseren Rumtopf.

Den losen Deckel drauf und bei Zimmertemperatur (Herbst) stehenlassen. Nach 36 Stunden werden sich die natürlichen Michsäurebakterien vermehrt haben und den Zucker im Gemüse in Kohlendioxid und Milchsäure umzuwandeln – wie beim Deutschen Sauerkraut oder bei den Sauerbieren. Die Säure und das CO2 konservieren dann den Kohl. Deshalb sollte das Gärgefäß nicht hermetisch verschlossen sein. Das entstehende CO2 würde sonst den Behälter sprengen.

Das frisch marinierte Kimchi kann man auch schon genießen. Es nennt sich Koreanisch „Geotjeori“.

Ein Strang Kimchi wird dafür in Längsstreifen geschnitten und mit gerösteten Sesamsamen bestreut. Fertig ist das „Geotjeori“!

Es schmeckt frisch, knackig und natürlich scharf. Lecker!

Nun muss das Kimchi im Topf einige Tage fermentieren. Dann muss es an einen kühlen Ort oder in den Kühlschrank. der Geschmack ändert sich dann ins säuerliche und man soll Gasbläschen (CO2) sehen.

Der Kohl sollte mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Ggf. mit einem Teller beschweren.

Fertig ist das Kimchi!

Fast vergessen, hier kommt die Zutatenliste:

Kohl

  • 2 Große und 1 kleiner Chinakohl
  • 110g Salz

Marinade

  • 500ml Wasser
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 3 Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 12 rote Peperoni
  • 1 Esslöffel Chilliflocken
  • 1 rote Paprika
  • 40g Sardellen
  • 3 Esslöffel Oystersauce
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 2 Esslöffel Sojasauce
  • 3 Mairübchen
  • 4 Möhren
  • 8 Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll Petersilie