Jun 052017
 

Nach gut 30 Jahren ist wieder ein alter Bekannter in unsere Outdoorküche eingezogen: Ein Wok!

Damals war es ein Wok aus dem Möbelhaus mit einem flachem Boden. Er brauchte lange bis die Herdplatte ihn erwärmt hatte. Trotzdem hat er uns viele Jahre begleitet und viele Gerichte aus der asiatischen Küche bereitet. Noch heute habe wir Utensilien aus dem damaligen Set in Gebrauch.

Nun mit mehr Wissen und einem 10.5 KW Hockerkocher mit Zündsicherung als Energiequelle ist ein Karbonstahl-Wok mit rundem Boden wieder bei uns eingezogen. Den Hockerkocher habe ich hauptsächlich für das Bierbrauen bestellt.

So ein Wok ist nicht teuer. 13 Euro haben wir für ein Modell aus Karbonstahl mit 35cm Durchmesser bezahlt. Das Teil hat einen Holzgriff, ist sehr dünnwandig, aber sehr stabil.

Bei der Lieferung ist der Wok noch hellgrau und mit einer Schutzschicht gegen Rost beschichtet. Dann erfolgte das Reinigen und Seasoning nach Herstelleranleitung.

Nach dem Reinigen mit Spüli, heißem Wasser und einem Lappen ging es auf den Gasbrenner. Bei voller Leistung wurde der Wok ausgebrannt und so von der Schutzschicht befreit. Dabei wechselt unter Rauchentwicklung die Farbe von hellgrau über braun, blau und wieder metallisch grau. Von allen Seiten wurde erhitzt.

Dann dürfte der Wok wieder abkühlen und wurde noch einmal gespült – diesmal ohne Spüli. Dann wurde er wieder getrocknet und mit einem Küchentuch mit Sojaöl dünn eingerieben. Nun ging es wieder auf den Brenner. Das Öl wurde abgeraucht. Auch wieder von allen Seiten. Dann wurde wieder mit einer Grillzange und einem Küchenpapier nachgeölt und weiter abgetaucht. Bei diesem Prozess wird der Wok fast tiefschwarz. Danach ist er wie mit einer Antihaftbeschichtung versehen.

Die Gleich danach ist er einsatzbereit. Leider war es bei den Wok-Sessions schon so dunkel, dass es keine Fotos gab.

Das wird nun nachgeholt. Heute war es beim Wokken einmal hell. Da gibt es auch einige Bilder.

Mit verschiedenen Fleischsorten: Hühnerbrust, Schweinefilet, Garnelen und verschiedenen Gemüsen (Zwiebel, Ingwer, Knoblauch, Möhren, Frühlingszwiebeln, grüner Spargel, Paprika, Mungobohnensprossen) wurde der Wok heute gefüttert.

Was soll ich sagen: Der 10.5 KW Hockerkocher leistet ganze Arbeit. Das Aroma der Speisen ist Super!

Man schmeckte das Wok-Hei – den Atem des Wok. So wird der Geschmack genannt, wenn Speisen im Wok über 200°C angebraten werden. Die Familie war wieder einmal begeistert. Knackiges Gemüse und Fleisch wie vom Feuer geküsst. Wow!

Das Hähnchenfleisch habe ich in kleine Stücke geschnitten und mit 3 Esslöffeln Teriyaki Sauce, Ingwer und 2 Esslöffeln Stärke vermischt und eine Viertelstunde mariniert. Das Schweinefilet dürfte in einer Thai-Gewürzpaste und Soyasauce baden. Die Marinade sollte sparsam sein und kein Fußbad bilden. Im Wok sollen alle Zutaten nicht unnötig feucht sein damit die Hitze erhalten bleibt. Einige Garnelen mit Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel, Salz und Limettensaft warteten ebenfalls auf den Einsatz.

Für den Wok habe ich mir zwischenzeitlich ein Untergestell aus Holz gebaut. Da habe ich den Wok in bequemer Aubeitshöhe. Winkel auf der Oberseite verhindern ein verrutschen.

 

Mise en Place: Die vorbereiteten Zutaten stehen alle bereit. Beim Wokken braucht man alles in Reichweite, da alles sehr schnell geht.

 

Zuerst wird der Wok kurz auf voller Leistung erhitzt und dann kommt etwas Sojaöl (ist sehr Hitzebeständig) dazu.

Wenn das Öl zu rauchen beginnt, kann das Fleischin dazu. Erstmal nicht rühren bis die Röstaromen entstanden sind.

 

Das Einbrennen hat offenbar gut funktioniert. Nichts setzt im Wok an – wie bei einer Antihaftbeschichtung.

 

Nach etwas rühren und schwenken kommt das Fleisch in eine Schüssel. Den Wok wieder erhitzen und wieder etwas Öl hinein. Nun kommen zerdrückter Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln hinein. Dann das Gemüse (aber nicht zu große Portionen).

 

Nach zwei Minuten kommt etwas Sojasauce und dann das Fleisch wieder dazu.

Als Beilage gab es Basmati Reis.

 

Yummy! Wir waren begeistert.