Selbst gemacht – Hop-Cider & Graf

Was bisher geschah…

Der kürzlich angesetzte Cider wurde laufend Verkostet und für gut befunden. Zuerst süß prickelnd – auch sehr gut als Schorle mit Sprudelwasser – ähnlich dem frischen Federweißen dann später zunehmend alkoholischer und herber. Zwischenzeitlich habe ich noch zwei Liter naturtrüben Apfelsaft aufgefüllt.

Jetzt habe ich noch weitere Varianten des Cider entdeckt und mich entschlossen den Ansatz zu teilen.

Hop-Cider:

Als Brauer hat ja immer einen Vorrat an Hopfen verfügbar. Also habe ich 2 Liter Cider in eine Gärflasche abgefüllt und 6 Gramm Citra Hopfenpellets dazugegeben. Wie beim Hopfenstopfen beim Bierbrauen gibt der Hopfen im Kaltbereich die aromatischen Hopfenöle und nur wenige Bitterstoffe ab. Der Citra Hopfen soll – wie der Name schon sagt – Zitrusaromen beisteuern.

Graf:

Der Graf (wird auch Graff ausgesprochen) ist ein Hybrid aus Bier und Cider – also genaugenommen ein Fruchtbier. Der Name „Graf“ soll möglicherweise aus der Serie „The Dark Tower“ stammen. Ein Rezept gibt es dort aber nicht.

Ich habe mir mit einer Dose Weizenbier Malzsirup 2 Liter Würze hergestellt. Der Malzextrakt hat eine Konsistenz wie Rübenkraut und wird mit Wasser und Zucker erwärmt.

Dazu kamen dann 2 Liter Cider. Das muss nun noch eine Weile vergären.

 

 

 

Selbstgemacht – Cider (Cidre, Apfelwein)

Beim Aufräumen des Dachbodens rief mir das dort eingelagerte kleine Gärfässchen zu: „Fülle mich, fülle mich, ich möchte Cider für Dich machen!“.  Cider? Den wollte ich doch schon immer einmal ausprobieren. Also trug ich das brave Teil hinunter in die Küche. Nach etwas Recherche habe ich mir dann ein Rezept zusammengestellt und folgende Zutaten besorgt:

  • 5 Liter naturtrüber Apfelsaft (Direktsaft)
  • 1 Liter naturtrüber Birnensaft (Direktsaft)
  • 560g Haushaltszucker
  • Kitzinger Reinzuchthefe „Assmannshausen“
  • 2g Hefenährsalz

Nachdem das Gärfässchen mit Oxi100 gereinigt wurde,habe ich alle Zutaten – die Zimmertemperatur hatten – in das überglückliche Gärfässchen gegeben und durchgeschwenkt.

Den Gärspund wurde  aufgesteckt und nun hieß es abwarten…

 

 

Besuch beim Thuner Homebrew Club

Das war mein zweiter Besuch des Thuner Homebrew Clubs in der Schweiz.

Diesmal war es ein ganz besonderes Event: Es fand das erste Mal in den Räumen der neu gegründeten Thun Bier AG statt.

Diese wurden mit viel persönlichem Einsatz und viel Herzblut hergerichtet. Dabei wurde auch die schöne gewölbte Decke freigelegt, die zuvor unter einer abgehängten Konstruktion verborgen war. Braukessel und Lagertanks stehen schon bereit und eine hochmoderne Abfüllanlage wartet auf den Einsatz.

Hier, wo zukünftig die Biere der neugegründeten Brauerei gebraut werden, trafen nach und nach die Clubmitglieder ein.

Wie üblich wurde viel gefachsimpelt und viele haben Kostproben ihres selbst hergestellten Bieres zur Verkostung mitgebracht.

In den Räumen der neuen Thun Bier AG
Kostproben selbstgebrauten Bieres. Im Hintergrund ist die Abfüllanlage zu sehen.

Gleichzeitig wurde auch die obligatorische Generalversammlung abgehalten. Interessant war für mich vor allem die Planung der nächsten Craft Beer Festival Thun.

Raphael Lanz, Verwaltungsratspräsident der Brauerei Thun AG und Stadtpräsident von Thun sprach sehr unterhaltsam  über die Gründung der Brauerei.

Im neuen Taproom konnten auch schon die ersten Biere der Brauerei verkostet werden. Hier wird bald auch öffentlich ausgeschenkt.

Links im Bild der Braumeister der Thun Bier AG Bruno Stoller. (Liebe Grüße auch an Mike).

Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung. Das freute den Präsidenten des Thuner Homebrew Club – Patrik Feller besonders.

Es ist schön eine so aktive Community zu besuchen.

Vielleicht ergibt sich einmal die Gelegenheit zu einem Gegenbesuch in Bremen.