Selbstgemacht – Zirbenschnaps

Bei einem Restaurantbesuch in Österreich haben wir einen Zirmschnaps gekostet.

Das war vielleicht ein Aroma!

Das schmeckt wie der Nauderer Höhenweg auf Flaschen gezogen. Gleich haben wir dem Wirt eine Flasche des selbst hergestellten Getränkes abgeluchst.

Das mit dem Herrlichen Aroma ist auch kein Wunder – wird der Zirmschnaps (oder Zirbenlikör) aus Zirbenzapfen hergestellt.

Wie es sich traf sind wir am nächsten Tag den Nauderer Höhenweg abgewandert. Auch hier verfolgte uns der Zirbenduft.

 

Unterwegs haben wir dann sechs Zirbenzapfen gesammelt. Wir hatten Glück und es war noch die ideale Zeit für die Ernte. Das pflücken war recht schweißtreibend.

 

Am nächsten Tag haben wir uns dann einen Liter Weizendoppelkorn aus Samnaun besorgt.

Die Zirbenzapfen wurden dann in Scheiben geschnitten. Den aufgeschnittenen Zapfen entströmte ein Frischer Duft von Zirbemund Zitrone. Sagenhaft. Man kann auch gut die rötlichen Bereiche der Zapfen sehen. Diese färben später den Zirbenlokör granatrot.

Das ganze ist sehr klebrig und harzig. Das Messer, Schneidbrett und die Hände ließen sich mit etwas Olivenöl und dann mit Spülmittel sehr gut vom Harz befreien.

Da wir keinen großen Glasbehälter gefunden haben mussten die Scheiben in Streifen geschnitten werden. Diese gaben wir in eine 2-Liter PET Flasche und füllten ersteinmal Weizen-Doppelkorn auf.

Bereits nach kurzer Zeit färbte sich der Weizenkorn rötlich.

 

Beim nächster Gelegenheit wurde noch eine Flasche Weizendoppelkorn besorgt und der Ansatz wird komplett aufgefüllt. Pro Liter sollen drei Zapfen ausreichen. Würde also insgesamt zwei Liter ergeben.

Wieder zuhause dürfte der Ansatz in einen kleinen Gärballon umziehen. Der restliche Korn kam dazu.

Dazu kamen dann noch 140g Kandiszucker, einige Nelken und eine Vanilleschote.

Nachdem der Ansatz knapp drei Wochen gezogen hat, wurde er durch einen Nussmilchbeutel gefiltert abgefüllt.

Die Lagerung bis Weihnachten soll geschmackliche Vorteile bringen.

Jeder Schluck wird eine Erinnerung an die Sommerurlaube in Nauders werden.

 

 

Traumpfade – Vulkanpfad

Die Traumpfade in der Eifel sind ja schon ein Garant für schöne Wandererlebnisse. Diesmal haben wir uns den „Vulkanpfad“ ausgesucht.

Wir sollten nicht enttäuscht werden.

Ich bin in dieser Landschaft quasi aufgewachsen. Auf den Traumpfaden habe ich aber bislang immer wieder unbekannte Orte entdecken können.

Start war der Parkplatz bei der Hochsimmerhalle in Ettringen. Von hier aus ging es zunächst durch den Ort bergan in Richtung „Ettringer Bellberg“.

 

Über einen schönen Wiesenweg ging es dann zum Gipfel.

 

Oben warteten einige Infotafeln und eine grandiose Aussicht.

 

Der Blick auf Ettringen.

 

Hier in das Innere des ehemaligen Vulkans in dem heute Basalt abgebaut wird.

 

Die typischen Sitzbänke…

 

Tolle Aussicht…

 

In diese Richtung geht der Weg gleich weiter…

 

Viele blühendePflanzen…

 

Wieder an der Kulturlandschaft angekommen…

 

Die Infotafel des Sprengstoffbunkers…

 

Der Bunker…

 

Nächster Halt: die sieben Stuben.

 

Eine imposante Schlackenwand. Der Weg nach oben wird durch zahlreiche Infotafeln begleitet.

 

Ankunft bei den „Sieben Stuben“. In der Schlackenwand befinden sich zahlreiche kleine Höhlen die es zu erkunden gilt.

 

Innen war es angenehm kühl. Hier der Blick zurück ans Tageslicht.

 

Weiter ging es Bergan auf die Schlackewand. Auch hier eine schöne Aussicht.

 

Die schöne Ringelnatter (Natrix natrix) haben wir am Wegrand erspäht.

 

Der Blick in die Basaltabbaugrube des Bellbergs.

 

Man kann die Bank vom Bellberg sehen…

 

Das Wetterradar meldete Regen, so dass wir den Weg etwas verkürzen mussten. Den Abstecher ins „Kottenheimer Winfeld“ haben wir aber doch noch gemacht.

 

Eine tolle Basaltlandschaft.

 

An vielen Stellen gibt es Bohrhaken zum Felsklettern.

 

Wow!

 

Letztendlich war die Gegend dort so interessant, dass wir nur das Felsdenkmal „Junker Schilling“ ausgespart haben und am Hartborn vorbei dann im beginnenden Regen zum Parkplatz bei der Hochsimmerhalle am Ausgangspunkt zurückgekehrt sind.

Eine sehr schöne Wanderung mit ca. 6km Länge und ca. 245 Höhenmetern.

Hier geht es zur Webseite der Traumpfade.

 

Aareschlucht Day & Night

Beim letzten Schweizbesuch war abends ein Ausflug geplant. Los ging es am Thuner See mit schönem Wetter vorbei an Interlaken und dem Brienzer See nach Meiringen. Hier regnete es durchgängig. Da wir zu spät losgekommen sind, wäre die Aareschlucht normalerweise schon geschlossen. Aber ausgerechnet heute hatte sie länger geöffnet und dazu auch noch mit Beleuchtung! Das erste Mal in diesem Jahr. Man muss auch mal Glück haben.

 

Die Aareschlucht ist schon etwas besonderes. So eine enge Klamm hatte ich bislang nich nicht gesehen.

Teilweise ist sie nur 1 bis 2 Meter breit.

 

Der Weg verläuft teils auf Stegen, teils durch Stollen.

 

An dieser Stelle schoss ein Bach von oben in einem großen Bogen herab.

 

Hier sind wir an der breitesten Stelle der Aareschlucht.

 

Hier fehlt nur noch der Dino a la Jurrassic Park.

 

Einfach traumhaft.

 

Langsam wurde es dunkler. Wie Irrlichter leuchten die Lampen. Es gab noch einen Schreckmoment als wir das Gittertor – welches auf dem Hinweg noch geöffnet war – auf dem Rückweg geschlossen vorfanden. Zum Glück war es nicht verriegelt.

 

Die Aareschlucht wird ja beleuchtet.

 

Das sieht sehr spektakulär aus.

 

Der beleuchtete Fels im Kontrast zur hier fast weißen Aare.

 

Wie Gold.

 

Man könnte sich garnicht sattsehen.

 

Zum Ende haben wir noch den Tatzelwurm entdeckt.

 

Das war ein tolles Erlebnis.