Logpraxis – Zum Haareraufen

<Ironie Inhalt=“Musste mal gesagt werden“>

In letzter Zeit fallen mir Logs bei einem T4.5er Cache wie „Ich habe die Dose zwar nicht gefunden, war aber vor Ort. Hier ein Foto aus der Gegend als Beweis – Ich Log einfach mal.

Die Dose ist zwar T4.5 aber ich wollte da nicht hochklettern.

Nachdem ich mit den Kinderwagen da hochgeschoben bin wollte ich die Fahrt mit der Gondel nicht noch einmal machen. Anbei Foto aus der Gegend.

Die Krönung sind Angebote wie etwa „Wenn ich die Logfreigabe für den Nichtfund bekomme, darfst Du auch einen von meinen Dosen loggen.“

Warum auch noch eine Dose suchen? In Facebook, Foursquare etc. kann ich ja auch einfach so in der Nähe einchecken.

Da logge ich doch auch gleich einen angefangenen 13 Stationen Multi mit „Die ersten 10 Stationen habe ich gefunden. Danach wurde es dunkel und ich musste nach Hause. So schnell komme ich nicht mehr in die Gegend. Der Owner darf ja Logfreigaben machen und ich war ja fast in der Nähe des Finals“ :-P.

Hallo!

In ihrer vorausschauenden Weisheit haben die Betreiber der Plattform www.geocaching.com bereits vor Urzeiten für diesen unwahrscheinlichen Umstand in den Tiefen der Datenbanken einen Logtyp bereitgestellt. Dieser nennt sich DNF. Behelfshaber kann auch der Logtyp „Note“ verwendet werden um seine Erlebnisse des Besuches zu dokumentieren und so für die Nachwelt festzuhalten.

</Ironie>

Habt Ihr auch solche oder ähnliche Logs bekommen? Werden sie häufiger? Oder sind sie mehr eine Erscheinung aus der Ferien-/Urlaubszeit?

 

Supernova im Delphin zu beobachten

Wann hat man schon wissentlich die Möglichkeit eine Supernova zu beobachten?

Die Gelegenheit bietet sich jetzt – für kurze Zeit.

In der Nähe des Sternbildes Delphin ist seit dem 14.8.2013 eine solche Supernova – eine sterbende explodierende Sonne – zu sehen.

Die Supernova befindet sich hoch am Himmel über dem Delfin. Der Pfeil (Saggita) zeigt fast genau darauf.

Hier meine Aufnahme vom 16.8.2013. Zum Glück gab es gerade eine Wolkenlücke.

Hier ist im Vergleich zur einer meiner Aufnahmen vom 10.08.2013 ein neuer Stern aufgetaucht.

 

Weitere Infos zur Supernova gibt es bei der Volkssternwarte Hannover.

 

Festung Nauders

Nach 6 Jahren haben ich es in diesem Jahr endlich geschafft die Führung durch die Festung Nauders (oder auch Sperrfort Nauders) zu besuchen.

Das imposante Bauwerk ist das letzte seiner Art in Österreich und wurde in den Fels hineingebaut.

Es sichert diese schmalste Stelle der Reschenstraße nach beiden Richtungen.

Hier der Eingang.

Unter der ehemaligen Zugbrücke rauschte der Stillebach (hier garnicht so still). Er diente auch zur Wasserversorgung der Anlage. Zusätzlich gab es auch noch eine Wasserleitung.

Da es tagsüber sehr warm war, war die kühle Luft in der Festung eine willkommene Erfrischung. Eine Jacke kann aber auch nicht Schaden, da die Führung über eine Stunde lang dauert.

In einem der vielen Räume befindet sich eine Gedenkstätte für die Kaiserschützen.

Die Anlage wird vom Museumsverein Nauders mit Einsatz von viel Freizeit und Herzblut vor dem Verfall bewahrt. ein Wettlauf mit der Zeit…

… und dem eindringenden Wasser, das hier in den zahlreichen Maurekübeln aufgefangen wird um den Holzboden zu schützen.

Der Materialaufzug mit der noch originalen Seilwinde. Die Anlage hat insgesamt 5 Stockwerke.

Treppe nach oben…

Hier die Küche. Eine Backstube mit großem Ofen gibt es auch. Die Verpflegung der Mannschaft musste ja auch ohne Lieferung von außen eine Zeitlang möglich sein.

Ein Munitionslager.

In einigen Räumen sind Luftentfeuchter imstalliert und sie beherbergen Ausstellungsstücke.

Ähnliche (und noch vorsintflutlichere) Fernschreiber habe ich während meines Wehrdienstes auch noch instandgesetzt.

Die Vermittlung sah bei der Bundeswehr damals auch nicht viel anders aus. So etwas funktioniert halt bei jedem Wetter.

 

Hier ist Österreich, ein befreundetes Land!

Die Reschenstraße liegt voll im Blick…

Im Läufe der Führung darf man auch auf das Dach des Vorbaus. Nach dem kühlen Gemäuer war das eine gute Gelegenheit zum Aufwärmen.

Die Außenfassade ist für eine Festung optisch sehr aufwendig gestaltet.

Der obere Teil der Anlage beinhaltet noch eine Besonderheit. Ein Haus im Berg! Die Form des Spitzbogens setzt sich nach innen fort…

…darin hineingebaut ist ein zweigeschossiges Haus mit Dach.

Um das Haus befindet sich ein begehbarer Hohlraum.

Hier das obere Geschoss. Hier finden Vorträge und Tagungen statt.

Vor dem Haus befindet sich diese abenteuerliche Konstruktion. Über diese Treppe gelangt man in den runden Ausguck auf dem Dach der Anlage.

Hier der granitgefasste Eingang des Hauses im Berg (von der Wendeltreppe zum Ausguck aus gesehen).

Unten rechts sieht man einen sogenannten Haflinger – ein sehr geländegängiges und gefragtes Fahrzeug.

Wir waren fast zwei Stunden in der Anlage und es wurde nicht langweilig. Der Besuch hat sich gelohnt.

Wer mag kann noch dem passenden Geocache „Festung Nauders“ einen Besuch abstatten.