Japanische Reisfische – Medaka – Oryzias latipes – Der Koi des kleinen Mannes

Da unser aktueller Teich (und der geplante) für Kois (und auch für Goldfische) nicht groß genug sind, habe ich recherchiert und noch eine interessante Fischart entdeckt: Japanische Reiskärpflinge (Oryzias latipes). In Japan heißen sie Medaka und lebten ursprünglich in Reisfeldern. Es sind aquaristisch gesehen sehr harte Fische und können ein weites Spektrum an Temperatur ertragen.

Medaka – die „Reisfeldfische“ Japans

Der Japanische Reisfisch (Oryzias latipes), kurz Medaka, ist ein kleiner, friedlicher Süßwasserfisch, der in Japan seit Jahrhunderten in Reisfeldern, Teichen und Gärten lebt.

Er gilt als Symbol für Ausdauer und Anpassungsfähigkeit, da er auch in flachen, warmen oder kühlen Gewässern überleben kann.

Mit seinem ruhigen Schwimmstil und den schimmernden Farben bringt der Medaka Leben und Harmonie in den Gartenteich.

Ich habe am 5.8.2025 Medaka Eier gekauft und brüte sie in einem kleinen Becken aus.

Der erste ist heute (8.8) geschlüpft

Am nächsten Tag folgte der zweite. Ich habe die Winzlinge in einen eingefahrenen Kübel voller Pflanzen und infusorien umgesetzt.

Mittlerweile füttere ich gaaanz wenig Staubfutter zu. Noch konnte ich beide jeden Tag entdecken. Hoffentlich schlüpfen die anderen Eier auch noch. Die lassen sich Zeit.

Nach dem Wochenende versuche ich noch adulte Medaka zu bekommen.

Am 11.8. 2025 habe ich in der Nähe von einer begeisterten Hobbyzüchterin 14 Medakas bekomme. Verschiedene Farbvarianten. Die kamen gleich in den Teich und haben sich schnell eingelebt.

Meine restlichen Eier sind immer noch nicht geschlüpft. Ich habe sie nun zu den bereits geschlüpften im Kübel gegeben.

Am nächsten Tag die freudige Überraschung! Die sind alle geschlüpft- was für ein Gewusel 😊.

Den Kübel habe dann noch vorsichtig schöner gestaltet. Ein Stein und darauf eine Funkie im Pflanzkorb, Hydrocharis morsus-ranae (Froschbiss) und Azolla Carolinia (Feenmoos) als Schwimmpflanzen. Dazu einen Ableger Myrophyllum und etwas Waserpest. Ein Ring aus Luftschlauch sorgt für ein Guckloch ins Wasser und den Ausströmer an einer kleinen Membranpume habe ich auch installiert.

Nun können die kleinen wachsen. Gefüttert werden sie mit grünem Wasser das ich mehr oder weniger erfolgreich in schüsseln ziehe. Dazu Mikrofutter für Jungfische.

Die „großen“ haben sich im Teich eingelebt. Wenn ich Stechmückenlarven füttere werden das richtige Raubtiere.

Update: Über den Winter haben die Medaka im Teich überlebt. Ich habe über den Winter eine Aquarien-Durchlüfterpumpe mit einem Ausströmerstein verwendet. Den Ausströmer habe ich in 20cm Wassertiefe mit einem Stein beschwert positioniert. Der hat den ganzen Winter – trotz langer harter Fröste mit dickem Eis eine Ecke des Teichs eisfrei gehalten. Die Vögel haben das – anhand der Spuren auf dem Schnee – offenbar dankbar als Tränke genutzt.