Germanys next Dopf-Model – Zuwachs für unsere Outdoorküche: Ein Dutch Oven

Liebeserklärung an einen Topf 😀

Ein sehnsüchtig erwarteter Zuwachs ist angekommen: Ein Dutch Oven.

Wenn ich an diese Gusseisernen Töpfe denke, habe ich das Kino-Bild vom Planwagen-Lagerfeuer mit einem dieser Kochtöpfe darauf vor Augen. Imn dem Topf sind – mal wieder – Bohnen. Blechgeschirr. Am Ende der Mahlzeit gießt der Protagonist den Restinhalt der Kaffeekanne ins Feuer… Hach… 🙂

Ich war schon länger neugierig auf so einen Wunderkessel. Nun ist er da :-).

 

Ein 12″ Dutch Oven Deluxe von Camp Chef.

Der Deckel hat ein Volumen von 2 Liter und kann als Bratpfanne verwendet werden. DerTopf selbst hat 7 Liter Volumen. Topf und Deckel sind aus Gusseisen. Dazu gibt es einen stabilen Deckelheber bzw. Topfträger.

Deckel und Topf haben Beine um sie auf eine Feuerstelle zu stellen.

 

Auf dem Deckel, ist ein Relief mit einer Szene aus dem Yellowstone Nationalpark mit Bisons und einem Hirsch eingegossen.

 

 

Der Topf ist für die Erstbenutzung vom Hersteller bereits eingebrannt (Seasoned). Das ist nötig, damit sich eine natürliche Antihaftbeschichtung bildet. Über die Jahre der Benutzung wird diese glasartige Schutzschicht immer besser.

Ich habe das Einbrennen – nach der Reinigung mit heißem Wasser – aber noch einmal selbst gemacht. Dazu werden Topf und Deckel mit Sonnenblumenöl eingerieben und eine Stunde auf 200°C erhitzt. Das kann im Backofen geschehen, aber das raucht mir zu viel. Ich habe den Gasgrill dazu verwendet.

 

Der Topf, als auch der Deckel des 12″ Camp Chef Deluxe passen übrigens prima in den Gusseisernen GBS Grillrost des Weber Spirit 320 :-). Der Topf steht dann auf den Flavourizer Bars.

 

Für längere Kochsessions war keine Zeit. Da habe ich einmal ein Brot (noch ist es eine Fertigmischung) im Topf zubereitet.

Oft wird der Dutch Oven auch als Dopf bezeichnet und das kochen damit dopfen.

Also habe ich als Erstverdopfung ein Brot verdopft 😀

Auf etwas Backpapier kommt die Teigkugel in den noch handwarmen Dopf zum Gehen…

 

Dann wird ein Anzündkamin mit einer abgezählten Anzahl Grillbriketts durchgeglüht…

 

In einer provisorischen Feuerstelle als Windschutz kommen 5 Kohlen auf den Boden…

 

Darauf wird der Dopf gestellt (er hat ja Beine). Auf den Deckel kommen die restlichen Kohlen. Durch den Rand fallen sie nicht herunter.

Rechts sieht man den mitgelieferten Deckelheber. Wenn der heiß ist fasst man den Topf oder den Deckel besser nicht mehr an.

 

Nach einer Stunde war das Brot dann fertig.

 

Mnjam…

 

Das hat schonmal gut geklappt. Mit der Hitzedosierung ging es gut. Nichts ist angebrannt :-). Beim nächsten Mal probiere ich etwas mehr Kohlen. Dann wird das noch knuspriger.

Ich freue mich schon auf die nächsten Einsätze :-). Es gibt noch so viele tolle Gerichte :-).

PS: Auf dieses Exemplar muss ich gut aufpassen. Die Döpfe sollen sich unkontrolliert vermehren. Mehrere Döpfe sind sogar stapelbar.

Vakuumierte Fischleckereien vom Grill

Nach dem Fleisch stand wieder einmal Fisch auf dem Speiseplan.

Eine Lachsseite wurde mit Magic Dust eingerieben und mit dem Vakuumierer (gab es kürzlich bei Lidl) eingeschweißt.

 

Eine Dorade habe ich mit Salbei, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Salz, Pfeffer und wenig Zitronensaft vakuumiert.

 

Die Pakete habe ich im Kühlschrank zwei Tage ziehen gelassen.

Am Grilltag habe ich dann noch schöne Baguettes gebacken. Das Rezept ist etwas aufwändig, aber das Endergebnis ist klasse und die Rezeptur wandert in unsere Kladde.

 

Ich habe zwei lange und drei kurze Baguettes aus dem doppelten Rezept gebacken.

 

Die Dorade machte den Anfang. Bei mittlerer direkter Hitze brauchte sie insgesamt ca. 15 Minuten – Ich habe sie einmal gewendet.

In der Räucherbox habe ich etwas frischen Rosmarin verräuchert.

 

Der Fisch war sagenhaft lecker und saftig.

Dann kam der Lachs an die Reihe. Ich habe einmal eine Zedernholzplanke versucht. Zunächst wird die Planke in Wasser eine Stunde eingeweicht und kommt dann bei mittlerer direkter Hitze auf den Rost.

 

Wenn sie anfängt zu rauchen wird die Planke umgedreht und der Lachs kommt mit der Hautseite nach unten aufs Brett. Das riecht toll nach Zeder.

 

Das Eiweiß tritt langsam aus – nicht mehr lange dann ist er fertig :-).

 

Mit der Planke wird serviert.

 

Super lecker und saftig. Der Magic Dust ist gut durchgezogen das werde ich bestimmt nochmal machen.

 

Fazit: Fisch vom Grill geht immer. Das Einlegen im Vakuum ist super praktisch und platzsparend.

 

Vom Beer Can Chicken zum Pulled Chicken – Vom Gasgrill

Am Vatertag sollte mal zur Abwechslung ein Hähnchen auf dem Grill. Das ist auf dem alten Flachgrill überhaupt nicht möglich gewesen. Mit dem Gasgrill sollte das gut möglich sein.

Da bietet sich ja ein Beer Can Chicken (oder auch Beer Butt Chicken genannt) an.

Bei der Vorbereitung habe ich noch eine weitergehende Zubereitungsart entdeckt, die vielversprechend Klang: Pulled Chicken.

Am Vorabend wurde das gigantische Maishähnchen mit Pfeffer, Salz und etwas Magic Dust gerubbt. Eine der beiden Edelstahl-Ofenformen vom schwedischen Möbelhaus kam dabei das erste Mal zum Einsatz.

 

Dann ging es in Frischhaltefolie gewandet in den Kühlschrank.

 

Am nächsten Tag geht es dann los.

Nun kommt der schwierige Teil. Man muss eine Dose (Bier) öffnen und halb leer trinken ;-). Dann kommen noch ein paar zusätzliche Löcher in den Deckel. Ich habe noch etwas Cola nachgefüllt und eine zerdrückte Knoblauchzehe darin versenkt. die Zwiebel kommt in den Hals (des Hähnchens).

Die Räucherbox ist mit Kirschholz bestückt.

 

Grillsetup für indirektes Grillen (Weber Spirit 320): Roste rausgenommen. Schwedenschale mit heißem Wasser und Rost in die Mitte auf die Flavourizer Bars gestellt. Brenner rechts und links symmetrisch in Betrieb.

 

Der Vogel kommt mit der Bierdose im Hinterteil auf das Rost der Schwedenschale. Wenn die Schale direkt auf dem Grillrost gestanden hätte, wäre das bei dem Riesenvogel mit der Höhe des Deckels nicht mehr hingekommen. Bei dem Trümmer war das mit der Dose ein Balanceakt.

Die GT habe ich auf dem Rost und die KT zwischen Keule und Brust gemessen.

Die Räucherbox ist links über dem Brenner platziert.

Die Garraumtemperatur habe ich bei 120°C eingeregelt. Die Brenner laufen dann so zwischen 1/4 und 1/2.

Für das Pulled Chicken habe ich Low & Slow gewählt, da soll der Vogel saftiger bleiben.

 

Die Räucherbox tut ihren Dienst…

 

Zeit um eine BBQ Sauce zu kochen.

Ich habe rote und weiße Zwieben, sowie Knoblauch angebraten und mit Cola abgelöscht. Dazu kam noch Ketchup und süße als auch scharfe Chillisauce. Etwa geräucherter Paprika und ein Schuss Whiskey.

Das ganze langsam einkochen. Ich habe es noch einmal mit dem Mixstab glattgezogen.

 

Zwischenbild: Der Vogel ist schon leicht gebräunt.

 

Noch ein bisschen später…

 

Gleich wird er fertig sein. Zeit um alles zusammenzustellen was gleich gebraucht wird: Zwiebeln in Ringen, Tomatenscheiben, selbsgebackene Buns, Salatstreifen mit Balsamico-Olivenöl-Kürbisöl Dressing mit etwas Pfeffer und Salz.

 

Bei 81°C KT (nach 3 3/4 Stunden) hab ich den Vogel rausgenommen.

 

Sah sehr lecker aus. In der zweiten Schwedenschale habe ich ihn dann seiner Haut entledigt und das Fleisch von den Knochen gelöst.

 

Das Fleisch nach dem Pullen (zerrupfen mit zwei Gabeln).

Die Grillroste habe ich wieder auf dem Grill gelegt und ie Schale mit dem gepullten Fleisch auf der rechten Seite platziert.

Die Haut kommt in eine Pfanne und wird kleingeschnitten.

Das wird dann noch einmal schön heiß angebraten. Dazu kommen dann die Zwiebelringe.

 

Der Pfanneninhalt kommt dann über das gepullte Hähnchenfleisch. Dazu etwas von der heißen Grillsauce.

 

Die Buns noch schnell anrösten…

 

Dann kann zusammengebaut werden.

Unten etwas Bacon Jam (lecker).

 

Dann das Hähnchenfleisch…

 

Tomate und Salat – Fertig. Die waren super lecker!

 

Es ist bei dem Riesenvogel sogar etwas übrig geblieben. Das habe ich portionsweise eingeschweißt und eingefroren. Darauf freue ich mich jetzt schon.