Nachts auf dem Hohen Berg in Syke

Der Hohe Berg in Syke ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier hat man ein tolle Aussicht – bei Tage und auch bei Nacht. Bremen sorgt in nördlicher Richtung allerdings für eine satte Lichtglocke.

Mit der Sony Alpha 57, dem Fernauslöser und dem Stativ (diesmal mit einem Sandsack beschwert) habe ich einige nächtliche Aufnahmen gemacht.

Die Plejaden haben mich schon immer fasziniert. Darum habe ich versucht, diesen Sternenhaufen abzulichten. Mit meinem klapprigen Stativ (da muss dringend ein besseres her) ist das garnicht so einfach, da man nur sehr helle Sterne im Sucher oder auf dem Display sieht. Mit hoher ISO und kurzen Belichtungszeiten habe ich mich an den richtigen Bildausschnitt herangetastet. Mit der Fokusvergrößerung und dem Fokuspeeking habe ich dann scharfgestellt.

Auch der Hohe Berg bietet interessante Motive um diese vor dem Sternenhimmel abzulichten.

Einige Bilder habe ich im nachfolgenden Video zusammen mit einer Timelapseaufnahme (die ich bei Vollmond erstellt habe) verwendet.

Auch bei den Astronomen ist der Hohe Berg beliebt. Den Beobachtungsabenden und Public Viewings konnte ich bislang noch nicht beiwohnen. Das hole ich sicher noch nach.

Das nächste lohnende Fotomotiv ist sicher der Komet Pan-Starrs C 2011/L4. Auf dieser Webseite gibt es hilfreiche Tips zur Beobachtung und auch die besten Beobachtungszeiträume.

 

Neujahrsgrüße

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!

Collage mit Photoshop Touch auf dem iPad erstellt. Quellen: Wunderkerzenbild 0,8s belichtet, Fontäne 1/5s belichtet, 2013 Bokeh-Muster-Bastelei mit 135mm Brennweite aufgenommen.

 

Nordseetaufe 2012

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter mir – mein erstes Nordseetaufen-Event. Bislang ist immer etwas dazwischengekommen, aber in diesem Jahr hat es endlich einmal geklappt. Ich habe nichts bereut.

Freitag, 19.10.2012:

Ich bin bereits am Freitag zum Event beim inflexiblen Griechen angereist und konnte mich am leckeren Buffet bedienen. Am unserem Tisch war das Thema Geocoins das Hauptthema. Das lag wohl an den Coinsüchtigen Tischnachbarn (ja auch der mit diesem Coinevent 😉 ). Viele schöne Stücke konnten hier bestaunt werden.

Die Zeit verging wie im Fluge und ich musste noch ein wenig Schlaf bekommen – sollte doch am nächsten Morgen für mich um 4:00 Uhr der Wecker klingeln, Da ich ja an der Sonnenaufgangsfahrt teilnehmen wollte. Das Wetter sollte glücklicherweise auch mitspielen – die wärmsten Oktobertage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Samstag 20.10.2012 4:00 Uhr:

Ist schon Samstag? Hell ist es jedenfalls noch nicht. Über leere nordfriesische Straßen geht es zum Heizwerk. Hier soll um 5:45 Uhr der gecharterte Bus nach Nordstrand losfahren. Ich bin der zweite auf dem Parkplatz. Nach und nach kommen Konvois von Fahrzeugen und ruck-zuck ist der Parkplatz gefüllt. Der Bus kommt und es geht los durch die Nacht. Nicht ohne vorher noch eine Stadtrundfahrt unter der Regie von Alex (ich sage nur Mc Donald) zu genießen.

In Strucklahnungshörn ist es immer noch dunkel. Einige Fischkutter bereiten sich auf das Auslaufen vor. Wir sollten sie heute noch öfter sehen.

Im Schiff gibt es Kaffe und an Deck kann man es auch gut aushalten. Die Luft ist für Oktober geradezu mild. Im Dunkel und im Schein des Suchscheinwerfers tastet sich die Adler V aus dem Hafen.

Viele sind noch etwas müde.

Nach und nach wird es heller. Die Lichter der Leuchtfeuer werden durch die Lichter auf den zahlreichen Halligen ergänzt. Ich freue mich und bin gespannt. So eine Sonnenaufgangsfahrt wollte ich schon immer machen.

Weiches Rosafarbenes bis Orangenes Licht breitet sich aus. Die See ist glatt.

Die Konturen werden schärfer.

Dann ist es soweit.

Wie ein orangefarbener Ball steigt die Sonne aus dem Meer. Im Hintergrund drehen sich die Flügel der Windräder.

Viele sind an Deck und genießen das Schauspiel.
Auch Alex war in Aktion…
Eine schöne Erinnerung…

Ein toller Himmel mit spektakulären Wolken. Das Leben ist schön!

Zwischenzeitlich wurde (auweia) am falschen Mast umgeflaggt. Sah aber gut aus ;-).

Als wir in Schlüttsiel einlaufen spiegeln die Gesichter das Erlebte wieder. Wir haben den die Zusteigenden etwas voraus…

Dann geht es mit voller Besatzung in Richtung Amrum. Die Bordverpflegung war sehr gut auf „unserem“ Schiff. Ab Schlüttsiel begleitete uns auch noch die kleinere Seeadler.

Mit an Bord war ein Nationalpark-Ranger. Dieser hat die zuvor im Schleppnetz gefangenen Seetiere vorgestellt. Sehr interessant.

Ein weiteres Highlight war dann noch der Besuch einer Robbenkolonie. Wie der Nationalparkranger erklärte, sind aufgrund der ausgesetzten Bejagung die Tiere mittlerweile so zutraulich, dass sie nicht mehr flüchten wenn sich Schiffe nähern.

Vor Amrum mussten wir etwas warten. Der Wasserstand war noch zu niedrig und die „Schleswig-Holstein“ lief gerade aus. Die Seeadler hatte weniger Tiefgang und lief schon vor uns ein. Ein Bagger spülte vor Amrum noch das Watt auf. Das hat sich wohl an der falschen Stelle wieder abgesetzt und wir lagen kurzzeitig etwas auf Grund („Bitte alle auf drei einmal hüpfen“). Das war aber kein Problem und wir konnten anlegen.

Über einige Caches ging es zum Wettkampfsgelände des Petling-Weitwurfs. Suchen musste man nicht – das Logbuch wurde weitergegeben. So ist das nun mal beim Eventcachen. War aber lustig.

Was ich von Amrum gesehen habe hat mir sehr gut gefallen. Da kann man sicher nochmal wiederkommen!

Das Strandcafe neben dem Wettkampfgelände hatte für uns geöffnet und der Wettbewerb war in vollem Gange.

Ich habe auch geworfen. die Weite verschweige ich hier lieber. Sehr schön war der Wettbewerb in der offenen Klasse. Die Wasserflaschen-Raketen von König Dickbauch haben mir gut gefallen. Auch das Team das den Petling durch den Hund transportiert hat fand auch viel Zuspruch.

Mein Favorit war aber die Wasserdampf-Kanone. (Bitte nicht nachmachen – der Erbauer ist ein Profi!)

Nach einer längeren Aufheizzeit war das Gerät bereit für den ersten Schussversuch.

Die Schiedsrichter hatten einiges zu laufen. Sie konnten jedoch nur das Leitwerk finden. Den Petling hatten sie „vergessen“. Also folgte ein zweiter Schuss. Diesmal mit mehr Dampfdruck. Wie sich später herausstellte über 400m! Da hatten die Schiedsrichter einiges an Laufarbeit zu absolvieren.

Die Flugkörper besaßen einen Mechanismus der beim Landen aktiviert werden sollte. Der hat aber leider nicht funktioniert.

Nach etwas klönen am Strandcafe habe ich noch ein paar Caches besucht und die Abfahrt rückte näher.

Auf Wiedersehen Amrum 😉 !

Am Anleger gab es lecker Fischbrötchen und der dicke Oli hatte dazu Prosecco ausgegeben – Danke!

Der blaue Himmel hat sich klammheimlich versteckt. Nach einer Ansprache von Alex an die an der Mole umherstehenden Muggel („eigentlich sind wir ganz nette“) ging es wieder zurück nach Schlüttsiel. Diesmal im Nebel.

Mit dem gecharterten Bus ging es dann wieder zurück zum Heizwerk.

Das war ganz nett, aber auch etwas beengt. Das Wärme Essen Tat nach der Rückfahrt auf dem offenen Deck sehr gut :-).

Die Siegerehrungen folgten und JAN bekam ein Steuerrad (wie die Eventcoin gestaltet) als Souvenier überreicht.

Ein würdiger Abschluss mit verdienten stehenden Ovationen für die drei Veranstalter.

DANKE!

Eine Fortsetzung wird es geben. In 2013 geht es nach Helgoland mit der Adler Express. Da bin ich wieder mit dabei – wenn nichts dazwischenkommt.