Nordseetaufe 2012

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter mir – mein erstes Nordseetaufen-Event. Bislang ist immer etwas dazwischengekommen, aber in diesem Jahr hat es endlich einmal geklappt. Ich habe nichts bereut.

Freitag, 19.10.2012:

Ich bin bereits am Freitag zum Event beim inflexiblen Griechen angereist und konnte mich am leckeren Buffet bedienen. Am unserem Tisch war das Thema Geocoins das Hauptthema. Das lag wohl an den Coinsüchtigen Tischnachbarn (ja auch der mit diesem Coinevent 😉 ). Viele schöne Stücke konnten hier bestaunt werden.

Die Zeit verging wie im Fluge und ich musste noch ein wenig Schlaf bekommen – sollte doch am nächsten Morgen für mich um 4:00 Uhr der Wecker klingeln, Da ich ja an der Sonnenaufgangsfahrt teilnehmen wollte. Das Wetter sollte glücklicherweise auch mitspielen – die wärmsten Oktobertage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Samstag 20.10.2012 4:00 Uhr:

Ist schon Samstag? Hell ist es jedenfalls noch nicht. Über leere nordfriesische Straßen geht es zum Heizwerk. Hier soll um 5:45 Uhr der gecharterte Bus nach Nordstrand losfahren. Ich bin der zweite auf dem Parkplatz. Nach und nach kommen Konvois von Fahrzeugen und ruck-zuck ist der Parkplatz gefüllt. Der Bus kommt und es geht los durch die Nacht. Nicht ohne vorher noch eine Stadtrundfahrt unter der Regie von Alex (ich sage nur Mc Donald) zu genießen.

In Strucklahnungshörn ist es immer noch dunkel. Einige Fischkutter bereiten sich auf das Auslaufen vor. Wir sollten sie heute noch öfter sehen.

Im Schiff gibt es Kaffe und an Deck kann man es auch gut aushalten. Die Luft ist für Oktober geradezu mild. Im Dunkel und im Schein des Suchscheinwerfers tastet sich die Adler V aus dem Hafen.

Viele sind noch etwas müde.

Nach und nach wird es heller. Die Lichter der Leuchtfeuer werden durch die Lichter auf den zahlreichen Halligen ergänzt. Ich freue mich und bin gespannt. So eine Sonnenaufgangsfahrt wollte ich schon immer machen.

Weiches Rosafarbenes bis Orangenes Licht breitet sich aus. Die See ist glatt.

Die Konturen werden schärfer.

Dann ist es soweit.

Wie ein orangefarbener Ball steigt die Sonne aus dem Meer. Im Hintergrund drehen sich die Flügel der Windräder.

Viele sind an Deck und genießen das Schauspiel.
Auch Alex war in Aktion…
Eine schöne Erinnerung…

Ein toller Himmel mit spektakulären Wolken. Das Leben ist schön!

Zwischenzeitlich wurde (auweia) am falschen Mast umgeflaggt. Sah aber gut aus ;-).

Als wir in Schlüttsiel einlaufen spiegeln die Gesichter das Erlebte wieder. Wir haben den die Zusteigenden etwas voraus…

Dann geht es mit voller Besatzung in Richtung Amrum. Die Bordverpflegung war sehr gut auf „unserem“ Schiff. Ab Schlüttsiel begleitete uns auch noch die kleinere Seeadler.

Mit an Bord war ein Nationalpark-Ranger. Dieser hat die zuvor im Schleppnetz gefangenen Seetiere vorgestellt. Sehr interessant.

Ein weiteres Highlight war dann noch der Besuch einer Robbenkolonie. Wie der Nationalparkranger erklärte, sind aufgrund der ausgesetzten Bejagung die Tiere mittlerweile so zutraulich, dass sie nicht mehr flüchten wenn sich Schiffe nähern.

Vor Amrum mussten wir etwas warten. Der Wasserstand war noch zu niedrig und die „Schleswig-Holstein“ lief gerade aus. Die Seeadler hatte weniger Tiefgang und lief schon vor uns ein. Ein Bagger spülte vor Amrum noch das Watt auf. Das hat sich wohl an der falschen Stelle wieder abgesetzt und wir lagen kurzzeitig etwas auf Grund („Bitte alle auf drei einmal hüpfen“). Das war aber kein Problem und wir konnten anlegen.

Über einige Caches ging es zum Wettkampfsgelände des Petling-Weitwurfs. Suchen musste man nicht – das Logbuch wurde weitergegeben. So ist das nun mal beim Eventcachen. War aber lustig.

Was ich von Amrum gesehen habe hat mir sehr gut gefallen. Da kann man sicher nochmal wiederkommen!

Das Strandcafe neben dem Wettkampfgelände hatte für uns geöffnet und der Wettbewerb war in vollem Gange.

Ich habe auch geworfen. die Weite verschweige ich hier lieber. Sehr schön war der Wettbewerb in der offenen Klasse. Die Wasserflaschen-Raketen von König Dickbauch haben mir gut gefallen. Auch das Team das den Petling durch den Hund transportiert hat fand auch viel Zuspruch.

Mein Favorit war aber die Wasserdampf-Kanone. (Bitte nicht nachmachen – der Erbauer ist ein Profi!)

Nach einer längeren Aufheizzeit war das Gerät bereit für den ersten Schussversuch.

Die Schiedsrichter hatten einiges zu laufen. Sie konnten jedoch nur das Leitwerk finden. Den Petling hatten sie „vergessen“. Also folgte ein zweiter Schuss. Diesmal mit mehr Dampfdruck. Wie sich später herausstellte über 400m! Da hatten die Schiedsrichter einiges an Laufarbeit zu absolvieren.

Die Flugkörper besaßen einen Mechanismus der beim Landen aktiviert werden sollte. Der hat aber leider nicht funktioniert.

Nach etwas klönen am Strandcafe habe ich noch ein paar Caches besucht und die Abfahrt rückte näher.

Auf Wiedersehen Amrum 😉 !

Am Anleger gab es lecker Fischbrötchen und der dicke Oli hatte dazu Prosecco ausgegeben – Danke!

Der blaue Himmel hat sich klammheimlich versteckt. Nach einer Ansprache von Alex an die an der Mole umherstehenden Muggel („eigentlich sind wir ganz nette“) ging es wieder zurück nach Schlüttsiel. Diesmal im Nebel.

Mit dem gecharterten Bus ging es dann wieder zurück zum Heizwerk.

Das war ganz nett, aber auch etwas beengt. Das Wärme Essen Tat nach der Rückfahrt auf dem offenen Deck sehr gut :-).

Die Siegerehrungen folgten und JAN bekam ein Steuerrad (wie die Eventcoin gestaltet) als Souvenier überreicht.

Ein würdiger Abschluss mit verdienten stehenden Ovationen für die drei Veranstalter.

DANKE!

Eine Fortsetzung wird es geben. In 2013 geht es nach Helgoland mit der Adler Express. Da bin ich wieder mit dabei – wenn nichts dazwischenkommt.

 

Abschied von Nauders

Nun ist der Urlaub in Nauders leider vorbei. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen…

Wir haben viel erlebt und noch vieles was wir noch gerne machen möchten.

Wir kommen wieder! 🙂

 

Burgeis – Vom Himmel bis zur Hölle

Der Morgen begann im Nebel, doch der Wetterbericht versprach einen passablen Tag – nicht für eine Bergtour, aber für eine kleine Wanderung sollte es gerade richtig sein.

Als Ziel wurde Burgeis ausgewählt. Hier gibt es eine Burg, einen schönen Ortskern, einen Bergsee, das Kloster Marienberg und eine schöne Landschaft. Ein Bunker befindet sich auch noch in der Nähe :-). Da wir wandern wollten, haben wir versucht dies alles mit einem Rundweg zu verbinden.

Bis auf den Bunker – der lag uns zu weit vom Weg und haben das Auto einmal umgesetzt – hat das prima geklappt. Auf dieser Wanderung konnten wir dann auch noch eine Letterbox, drei Tradis und einen Multi als Beifang einsammeln :-).

Das Auto haben wir im Ortskern am Bach auf einen Seitenstreifen abgestellt und sind zur Pestkapelle…

…und haben der dortigen Letterbox einen Besuch abgestattet und haben uns den schönen Stempelabdruck in unser Tourenbuch geholt. Die Kapelle war leider verschlossen. Dann ging es durch den Ort in Richtung Kirche, wo wir aber zunächst nur bis zu der örtlichen Sennerei gekommen sind.

Der Käse war einfach zu verlockend. So versorgt ging es weiter zur Kirche. Hier gab es viele interessante Grabkreuze und Grabsteine.

Die Kirche war offen, so haben wir die Gelegenheit genutzt und uns die geschnitzten Bänke und den Altarraum genauer anzusehen.

Nun ging es bergauf – entlang des mit „Bergsee“ ausgeschilderten Weges. Zum Glück war es nicht so heiss wie in den letzten Tagen, so fiel uns der Aufstieg nicht so schwer. Vorbei an vielen Bänken und einer schönen Aussicht…

…ging es nach oben bis zu dem kleinen See.

Den Geocache „Bergsee“ haben wir natürlich auch besucht.

Beim Abstieg auf dem gleichen Weg kann man – noch ziemlich weit oben – nach rechts abzweigen und auf einem schmalen Pfad auf den Weg zum Kloster Marienberg wechseln – ohne viele Höhenmeter preiszugeben.

Auf einem schönen Weg mit Informationstafeln zur Geschichte und der Sagenwelt ging es bis zum Kloster Marienberg. Der Anblick des Klosters ist immer wieder beeindruckend – gerade wenn man sich zu Fuss nähert.

Im Kloster haben wir die Kirche besichtigt…

…und konnten dem Gesang der Benediktiner-Mönche im hinteren Kirchenteil lauschen.

Die Aussicht von hier oben ist einfach klasse!

Nachdem wir uns am Brunnen im Klosterhof erfrischt hatten konnten wir mit der Lösung des Multis „Kloster Marienberg“ zum Final schreiten. Dann ging es auf dem Weg Nr. 1 bergab auf einem schmalen Pfad zum Cache „Fürstenburg“ mit einem guten Ausblick auf die gleichnamige Burg.

Wieder im Ort ging es zum Auto und zum etwas entfernteren Bunker.

Dieser hatte praktischerweise einen Parkplatz und man konnte ihn sehr einfach erreichen. Nach dem Kloster wirkte der Bunker wie der Eingang zur Hölle.

Von aussen sah er garnicht so riesig aus, aber wenn man einmal den Höllenschlund betritt, kann man viele Gänge…

…Räume und erstaunlicherweise sehr große Tropfsteine entdecken.

Alle Wände waren waren feucht. Über eine Treppe gelangte man in ein darunter liegendes Stockwerk. Hier gab es größere Räume…

…und eine Öffnung im Boden ließ auf einen weiteren gefluteten Bereich schließen. Den Cache konnten wir gut finden und es ging es wieder an das Tageslicht.

Ein schöner Tag 🙂