Gin selbst herstellen

Gin ist in aller Munde und erfreut sich großer Beliebtheit. Es wird eine große Auswahl sehr guter Ginsorten im Handel – leider aber mittlerweile zu sehr hohen Preisen

Was viele nicht wissen: Gin kann man im sogenannten Bathtub-Verfahren selbst herstellen.

Der Name Bathtub Gin kommt noch aus der Zeit der Prohibition, als Alkohol – um ihn zu veredeln – mit Zutaten im größerem Umfang heimlich angesetzt wurde. Da bot sich bei gewerblichem Einsatz wegen ihrer Größe und  der Verfügbarkeit eine Badewanne an. Da musste man auch keine Erklärung an den Haaren herbeiziehen falls mal jemand von der Obrigkeit zur Kontrolle vorbeikam (solange die Badewanne nicht gerade mit Alkohol gefüllt war). Ob der Vorstellung was sich vorher alles in der Wanne befunden hat hüllen wir uns hier lieber in Schweigen.

Beim Bathtub Gin wird Alkohol mit Gewürzen angesetzt und dann filtriert. In der normalen Ginherstellung wird diese Mischung dann noch mehrfach destilliert oder die Kräuter werden beim Destillieren im Alkoholdampf übertragen. Dieser Gin ist dann glasklar. Destillieren ist aber im Heimbereich keine Option weil es in Deutschland schlichtweg verboten ist.

Der Bathtub Gin wird aufgrund der Farbstoffe der verwendeten Zutaten und der fehlenden Destillation etwas dunkler.

Beim Gin werden die durchweg pflanzlichen Zutaten als Botanicals bezeichnet. Hier ist ein weites Feld um sich sein persönliches Ginrezept zusammenzustellen. Die wichtigste Zutat ist der Wacholder. Von dem lateinischen Namen juniper leitet sich auch der Name Gin ab.

Ich habe mich mit folgendem Rezept versucht:

  • O,7 Liter Vodka 40%
  • 22 g Wacholderbeeren (getrocknet)
  • 4 g Korianderkörner
  • 1 Stck Kadermom Kapsel
  • 1 g Zimstange
  • 0,2 g Fenchelsamen
  • 0,3g Rosmarin
  • 0,2 g getrocknete Pfefferminze
  • 1,2 g frische Zitronenschale (von unbehandelten Zironen)
  • 2 g frische Orangenschale (von unbehandelten Orangen)
  • 0,5 g bunter Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2,8 g frischen Ingwer

Zunächst wird der Wacholder im Mörser zerdrückt und mit dem Vodka 24 Stunden ziehen gelassen.

Dann wird der Wacholderansatz wieder ausgesiebt und gefiltert.  Der riecht dann schon sehr schön nach Gin.

Abwiegen der Zutaten mit einer praktischen Feinwaage

Koriander, Kadermom, Zimt, Fenchel, Pfeffer werden in der trockenen Pfanne angeröstet…

…und im Mörser grob zerkleinert.

Alle abgewogenen Zutaten kommen nun in den gefilterten Wacholderansatz und dürfen dort 12 Stunden ziehen.

Wer möchte, kann zwischendurch kosten um den besten Zeitpunkt abzupassen. Bei meine, Ansatz war es nach ca. 6 Stunden soweit.

Nun wird der Ansatz nun wieder gesiebt und gefiltert.

Nach einer Reifezeit von einer Woche ist der Gin dann trinkbereit.

Cheers!

 

Rezension: Kreative Foto-Aufgaben

Wieder einmal hat mir der Humboldt Verlag ein interessantes Buch zur Rezension geschickt.

Kreative Foto-Aufgaben – Woche für Woche bessere Fotos von Lars Poeck

Wie der Titel es schon vermuten lässt, ist das Buch eine Anleitung für ein Projekt 52. Dies bedeutet, dass man sich für ein ganzes Jahr Woche für Woche kreativen Fotoaufgaben stellt.

Also nix wie raus aus der Komfortzone und ran an die Kamera!

Das Buch ist zugleich Anleitung, Hilfestellung, Inspiriration und Herausforderung.

Zunächst gibt es eine Teil, der sich mit Kreativität, Stil und Gestaltung beschäftigt. Hier gibt es viele Beispiele und auch Übungen. Die Grundlagen der Technik und der Kamera werden erläutert in dann geht es los mit den 52 kreativen Fotoaufgaben.

Die Aufgaben sind sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Fotografie-Amateure gedacht. Immer wieder geht es um die Anwendung klassischer Gestaltungsregeln. Alle Bereiche der Fotografie können so entdeckt werden.

Jede Aufgabe beginnt mit der Beschreibung des Projekts der Woche. Dazu gibt es dann Hinweise und zur Anregung einige Beispiele.

Wem das immer noch nicht gereicht hat: Am Ende des Buches gibt es noch eine ganze Reihe an Kreativen Fotospielen!

Das Buch könnt Ihr hier bestellen:

Über den Autor des Buches:

Lars Poeck ist ein Berliner Fotograf und Blogger. In seinem Blog ig-fotografie.de schreibt er selbst über sich: Was anfangs nur als Dokumentation meines eigenen fotografischen Fortschritts gedacht war, hat sich schnell zur Ratgeber-Seite für Fotoanfänger, Fotolocation-Tippseite und Community für Fotografen entwickelt. Es motiviert mich den Besuchern dieser Webseite Tipps zu geben, ihnen Lust zum machen auf das Thema Fotografie und mit ihnen gemeinsam zu lernen.

Wer braut hat Treber – Treberfrikadellen 

Beim Brauen bleibt ja immer viel Treber zurück. Eine gute Verwendung ist das Treberbrot.

Entdeckt habe ich bei Facebook ein Rezept für Treberfrikadellen, welches ich etwas modifiziert habe. Was soll ich sagen – sehr lecker. Eigentlich sollte man ja besser Bratling dazu  sagen – ist ja kein Fleisch drin.

Hier das Rezept:

  • 300g Treber
  • 1 Ei
  • Ca. 35g Paniermehl – je nach gewünschter Festigkeit
  • 1 EL Sojasaue
  • 1 EL Austernsauce
  • 50g geriebenen Emmentaler
  • Ein keiner Bund Koroandergrün kleingeschnitten
  • 1 EL Senf
  • 1/2 Zwiebel fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer und Salz
  • 2 Teelöffel gekörnte Hühnerbrühe

Alles vermischen und etwas durchziehen lassen.

Aus dem Teig nicht zu große Kugeln oder  formen. In Butter bei mittlerer Hitze braten. Durch Treber und Käse werden die Frikadellen außen wunderbar knusprig und innen keinen sie schön weich.  Der Koreander gibt einen frischen und feinen Geschmack dazu.

Am besten frisch aus der Pfanne essen :-). Dazu passt Preiselbeermarmelade sehr gut.

Guten Appetit!