{"id":8184,"date":"2018-10-03T23:23:55","date_gmt":"2018-10-03T21:23:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/?p=8184"},"modified":"2018-10-04T17:28:10","modified_gmt":"2018-10-04T15:28:10","slug":"kimchi-selbst-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/kimchi-selbst-gemacht\/","title":{"rendered":"Kimchi &#8211; Selbst gemacht"},"content":{"rendered":"<p>Endlich habe ich einmal die Zeit gefunden um Kimchi &#8211; das ist das Koreanische Pendant zu unserem Sauerkraut &#8211; selbst herzustellen. Allerdings ist das Kimchi um einiges sch\u00e4rfer.<\/p>\n<p>Kimchi bedeutet in Korea aber auch allgemein das Haltbarmachen von Gem\u00fcse durch Michs\u00e4ureg\u00e4rung &#8211; also einer Fermentation. Ich habe in diesem Rezept vorwiegend Chinakohl, M\u00f6hren, Mair\u00fcbchen und Fr\u00fchlingszwiebeln verwendet.<\/p>\n<p>Die Zubereitung ist nichts f\u00fcr ungeduldige. Sie nimmt ein paar Stunden in Anspruch und das fermentieren dauert dann auch noch einige Tage.<\/p>\n<p>Die komplette Zutatenliste findet ihr am Ende des Beitrags.<\/p>\n<p><strong>1. Kohl vorbereiten<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst habe ich zwei gro\u00dfe und einen kleinen Wei\u00dfkohl halbiert, indem ich lediglich die Str\u00fcnke eingeschnitten habe und sie dann auseinander gezogen habe.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/FCCDC55C-B021-4D79-8205-75A240B19926.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Dadurch bleiben die Bl\u00e4tter komplett am Strunk und lassen sich sp\u00e4ter besser handhaben. Das ist f\u00fcr die sp\u00e4tere Verarbeitung wichtig.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/23322DF9-C91F-4248-9FB5-29F757DA5B93.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Der halbe Strunk wird nun noch einmal eingeschnitten, aber noch nicht auseinander gezogen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/8F3B693E-A31D-40C2-AB53-CDBEE8FA7A07.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Der Kohl wird nun gr\u00fcndlich mit klaren Wasser abgesp\u00fclt und zum Abtropfen beiseite gestellt. Das geht prima, weil die Bl\u00e4tter noch an den Str\u00fcnken sind.<\/p>\n<p>Dann wird er eingesalzen indem man das Salz zwischen die aufgeklappten Bl\u00e4tter streut. Ich habe ca. 100g Salz verwendet. Dann l\u00e4sst man den Kohl in einer gro\u00dfen Sch\u00fcssel zwei Stunden ziehen. Dabei regelm\u00e4\u00dfig umschichten und das Wasser das sich sammelt \u00fcber den Kohl verteilen. Durch das Einsalzen wird der Kohl mit der Zeit weicher.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit wird die Marinade bereitet.<\/p>\n<p><strong>2. Marinade<\/strong><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/8EA27243-5BCB-4B75-886A-C65104A9AA43.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Ich habe dazu 500ml kaltes Wasser mit zwei geh\u00e4uften Essl\u00f6ffeln Mehl verr\u00fchrt und das ganze aufgekocht. Dazu kommen dann noch zwei Essl\u00f6ffel brauner Zucker. Das ganze muss nun wieder abk\u00fchlen. Es dient sp\u00e4ter als &#8222;Kleber&#8220; um die Marinade besser am Kohl haften zu lassen.<\/p>\n<p>3 Zwiebeln, 7 Knoblauchzehen, ein St\u00fcck Ingwer sowie 12 rote Peperoni (die etwas sch\u00e4rferen), 1 Essl\u00f6ffel Chiliflocken und eine rote Paprika hab ich im Mixer p\u00fcriert. Dazu kommen noch ein Gl\u00e4schen Sardellen die ich vorher vom Salz befreit und abgesp\u00fclt habe.<\/p>\n<p>Die Menge an Sch\u00e4rfe muss jeder f\u00fcr ich ausmachen. Ich habe mich an den Rand des angenehmen herangetastet. Das wird ja noch mit dem ganzen Kohl vermischt. Also Mengen notieren und beim n\u00e4chsten Ansatz ggf. anpassen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2AAAAF57-689C-4EFF-AABE-D44E5EAF2DA5.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Der Bianco Mixer hat ganze Arbeit geleistet.<\/p>\n<p>Das ganze wird nun mit dem Wasser Mehl Zuckergemisch verr\u00fchrt. Dazu kommen noch 3 Essl\u00f6ffel Oystersauce 1 Essl\u00f6ffel Sesam\u00f6l und 2 Essl\u00f6ffel Sojasauce.<\/p>\n<p>Nun kommt das Begleitgem\u00fcse an die Reihe. Bei mir waren es drei Mair\u00fcbchen, 4 M\u00f6hren &#8211; in feine Streifen geschnitten &#8211; 8 Fr\u00fchlingszwiebeln kleingeschnitten und eine Handvoll gehackte Petersilie.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/132B3A7C-6463-4B04-BAC0-8841F23E2812.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Das Gem\u00fcse wird nun mit der Marinade vermischt und etwas ziehen gelassen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/9B08ED3B-F8B6-4A29-9E7C-3A6FE1A12E3A.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Der Kohl wird nach dem zweist\u00fcndigen einsalzen gr\u00fcndlich mit klarem Wasser abgesp\u00fclt und die eingeschnittenen Str\u00fcnke werden geteilt. Danach l\u00e4sst man ihn gr\u00fcndlich abtropfen. auch hier helfen die Str\u00fcnke. Das Wasser l\u00e4uft einfach besser ab.<\/p>\n<p><strong>3. Marinieren<\/strong><\/p>\n<p>Die Kohlbl\u00e4tter werden mit der Marinade eingerieben. Mit Handschuhen bleiben auch die H\u00e4nde sauber. Die Bl\u00e4tter werden nach und nach angehoben und mariniert.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/7E1CD092-FBB7-48B5-80A7-C401E79871BD.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Die fertig marinierten Viertel werden zusammengeklappt und in einen Tontopf &#8211; unser alter Rumtopf war hier gut geeignet &#8211; eingeschichtet. Dabei m\u00f6glichst die Luft herausdr\u00fccken.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/18508544-25C9-4753-A40A-726F52922DD6.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>weiter geht es mit dem Marinieren&#8230;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/B262F9AB-EC7D-4859-8077-CFF77E73931C.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Die Menge passte perfekt in unseren Rumtopf.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/6B351CE6-6AE9-4B56-9CF3-6461BE924FD8.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Den losen Deckel drauf und bei Zimmertemperatur (Herbst) stehenlassen. Nach 36 Stunden werden sich die nat\u00fcrlichen Michs\u00e4urebakterien vermehrt haben und den Zucker im Gem\u00fcse in Kohlendioxid und Milchs\u00e4ure umzuwandeln &#8211; wie beim Deutschen Sauerkraut oder bei den Sauerbieren. Die S\u00e4ure und das CO2 konservieren dann den Kohl. Deshalb sollte das G\u00e4rgef\u00e4\u00df nicht hermetisch verschlossen sein. Das entstehende CO2 w\u00fcrde sonst den Beh\u00e4lter sprengen.<\/p>\n<p>Das frisch marinierte Kimchi kann man auch schon genie\u00dfen. Es nennt sich Koreanisch &#8222;Geotjeori&#8220;.<\/p>\n<p>Ein Strang Kimchi wird daf\u00fcr in L\u00e4ngsstreifen geschnitten und mit ger\u00f6steten Sesamsamen bestreut. Fertig ist das &#8222;Geotjeori&#8220;!<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.irrlicht-geocaching.de\/irrlichtblog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/0F720A02-8B6B-4BC5-B54C-C5698754D8FF.jpeg?w=525&#038;ssl=1\" class=\"size-full\"><\/p>\n<p>Es schmeckt frisch, knackig und nat\u00fcrlich scharf. Lecker!<\/p>\n<p>Nun muss das Kimchi im Topf einige Tage fermentieren. Dann muss es an einen k\u00fchlen Ort oder in den K\u00fchlschrank. der Geschmack \u00e4ndert sich dann ins s\u00e4uerliche und man soll Gasbl\u00e4schen (CO2) sehen.<\/p>\n<p>Der Kohl sollte mit der Fl\u00fcssigkeit bedeckt sein. Ggf. mit einem Teller beschweren.<\/p>\n<p>Fertig ist das Kimchi!<\/p>\n<p><strong>Fast vergessen, hier kommt die Zutatenliste:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kohl<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>2 Gro\u00dfe und 1 kleiner Chinakohl<\/li>\n<li>110g Salz<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Marinade<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>500ml Wasser<\/li>\n<li>2 Essl\u00f6ffel Mehl<\/li>\n<li>3 Zwiebeln<\/li>\n<li>6 Knoblauchzehen<\/li>\n<li>12 rote Peperoni<\/li>\n<li>1 Essl\u00f6ffel Chilliflocken<\/li>\n<li>1 rote Paprika<\/li>\n<li>40g Sardellen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>3 Essl\u00f6ffel Oystersauce<\/li>\n<li>1 Essl\u00f6ffel Sesam\u00f6l<\/li>\n<li>2 Essl\u00f6ffel Sojasauce<\/li>\n<li>3 Mair\u00fcbchen<\/li>\n<li>4 M\u00f6hren<\/li>\n<li>8 Fr\u00fchlingszwiebeln<\/li>\n<li>1 Handvoll Petersilie<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich habe ich einmal die Zeit gefunden um Kimchi &#8211; das ist das Koreanische Pendant zu unserem Sauerkraut &#8211; selbst herzustellen. Allerdings ist das Kimchi um einiges sch\u00e4rfer. Kimchi bedeutet in Korea aber auch allgemein das Haltbarmachen von Gem\u00fcse durch Michs\u00e4ureg\u00e4rung &#8211; also einer Fermentation. 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