Weitere Experimente im Wald

Ermutigt von der gestrigen Pilz-Foto-Tour ging es heute noch einmal in den Wald.

Hatte ich beim letzten Besuch nur mit natürlichem Licht gearbeitet, habe ich heute zusätzlich eine Taschenlampe (mit einem Strohhalm präpariert um punktförmig ausleuchten zu können), eine UV-Lampe, und ein mit Alufolie überzogenes Pappstück mitgenommen. Kamera, 18-55mm Kit-Objektiv und das Stativ.

Mit dem Punktlicht habe ich die Pilze von oben oder unten zusätzlich ausgeleuchtet.

Mit der UV-Lampe habe ich versucht Farbeffeke zu erzeugen.

Bei den zarten, filigranen kleinen Pilzen wirkt das Punktuelle Ausleuchten sehr gut. Es sieht mit dieser Beleuchtung sehr mystisch aus.

Die UV-Lampe erzeugt eher eine Art Disco-Licht. Aber ein interessanter Effekt.

Ein interessantes Pilztrio im natürlichen Licht. Die Struktur der Hüte finde ich sehr interessant.

Das UV-Licht wirkt hier nicht so gut. Dazu sind reinreiße Pilze offenbar besser geeignet.

Hier ein Minipilzwald mit einem von oben angeleuchteten Pilzhut (vorn rechts).

Ein falscher Pfifferling der die Form einer Blüte hat. Die Pilzunterseite habe ich mit der Alufolienpappe ausgeleuchtet.

Diesen Korallenpilz habe ich bei F13 und 0.5″ und ISO 100 aufgenommen und dabei von oben angeleuchtet.

Dieser Pilz hat sich förmlich durch den Bodhn geschoben. Die Lamellen habe ich mit der Alufolienpappe von unten angeleuchtet (das vorhandene Licht reflektiert).

Eine eindrucksvolle Pilzgruppe. Aus der Froschperspektive sieht der Baumstumpf im Hintergrund wie eine Klippe aus. Auch hier habe ich die Szene von unten mit dem Alufolienpappe-Pappreflektor angeleuchtet.

Die Nachmittagssonne zeichnete gerade einen Lichtstreifen auf den Waldboden. Diese Minipilze habe ich im Gegenlicht aufgenommen um die Zerbrechlichkeit hervorzuheben.

Hier eine Aufstrebende Pilzgemeinschaft.

Auch Hexenbutter (Gelbe Lohblüte) habe wieder entdecken können. Dieses Exemplar war sehr schön strukturiert.

Irgendwie gruselig und faszinierend.

Auf dem Nachhauseweg habe ich dieses Pilzexemplar entdeckt. Leider habe ich die Basis des Stieles nicht in Augenschein genommen. So wie es aussieht könnte es aber der tödlich giftige Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) sein. Schön und gefährlich…

Hier der grünliche Hut.

Der grüne Knollenblätterpilz kann leicht mit dem Wiesenchampion verwechselt werden. Ein Irrtum den man nur einmal begeht.

Deshalb eine Warnung

Das Bestimmen der Pilze ist oft sehr schwierig. Viele giftige und ungiftige Arten sehen sich sehr ähnlich und die gleiche Pilzart sieht an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Wachstumsstadien oft sehr verschieden aus. Bitte meine Vermutungen über die abgebildeten Pilzarten nicht als Bestimmungshilfe verwenden. Wer Pilze zum Verzehr suchen möchte, nimmt am besten an einem entsprechenden Kurs teil oder lässt es besser sein.

Die Pilze (auch die giftigen und ungenießbaren Arten) erfüllen in der Natur wichtige Aufgaben und bedürfen unseren Schutz. Bitte nehmt Rücksicht und zerstört keine Pilze (damit meinen wir ja die meist die Fruchtkörper der eigentliche Pilz wächst als Mycel meist unsichtbar im Boden oder im Holz).

 

3 Antworten auf „Weitere Experimente im Wald“

  1. Hi,

    ich frage mich immer, was jetzt mit deinen Fotos wird. Es gibt so viele echt gute Fotografen und verdammt tolle (Natur)Bilder, die irgendwann aber auf einer Festplatte versauern, oder?

    Kann man damit nicht noch mehr anstellen? Ich überlege immer, wie es wäre, solche Bilder einfach der Wikipedia zu schenken – so haben noch viele was von deiner Arbeit und es gibt noch sehr viel gar nicht oder schlecht bebilderte Artikel. Nur so als Gedankenanstoss 🙂

    Gruß S-Man

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