Professionelles Posing – Rezension

Professionelles Posing: Wer wie ich noch nicht viel Erfahrung in der Portraitfotografie besitzt, hat sicher einige Erwartungen an ein Buch mit einem solchen Titel. Ein Kochrezept wie man zu tollen Bildern kommt? Anleitungen wie man als Model solche Posen einnimmt? Wie kommuniziert man mit dem Model? Wie schafft man es – bei der ganzen Anstrengung – das die Fotos am Ende leicht und natürlich wirken?

 

Das Buch von Henrik Pfeifer beantwortet viele dieser Fragen. Es ist anders als ich es erwartet habe.

Henrik Pfeifer ist ein Fotograf aus Berlin mit langjähriger Erfahrung. Er fotografiert seit mehr als 17 Jahren ausschließlich Menschen und gibt zahlreiche Workshops für Hobby und Portraitfotografen. Hier könnt ihr seine Webseite mit vielen tollen Aufnahmen besuchen. Mir hat die Classic Serie sehr gut gefallen.

Das Buch gliedert sich in mehrer thematische Abschnitte. Nach der Einleitung und der Vorstellung des Autors geht Henrik Pfeifer zunächst auf die Benimmregeln für Models und auch für Fotografen ein. Hier kommen Menschen zusammen – da gibt es einiges zu beachten.

Dann beginnt das eigentliche Vorstellen des Posens. Hier merkt deutlich den Schauspielunterricht, den der Autor in der Jugend genossen hat. Es werden nicht mechanisch verschiedene Körperhaltungen erläutert, sondern vielmehr die innere Einstellung zum Körper, die Stimmung – die zu Gesichtsausdrücken führt und vieles mehr beschrieben. Überwindung, Freude an der Bewegung, das entdecken des inneren Kindes. Für mich waren da viele neue Aspekte dabei und Models die dies alles beherrschen verdienen Respekt.

Besonders gut fand ich die schrittweise Erarbeitung der Posen.

Weiter geht es mit Mimik, Körpersprache und Schwerpunkt. Auch die typischen männlichen bzw. weiblichen Posen werden erläutert.

Auch für Paare findet sich eine stufenweise Anleitung.

Nach einem „Zwischenendwort“ geht es um die Kommunikation mit dem Model und wie man den Ablauf eines Shootings gestalten kann.

Ein Patentrezept gibt es in diesem Bereich der Fotografie sicher nicht. Der Autor gibt aber viele Anregungen.

Der letzte Teil des Buches besteht aus den Lieblingsfotos des Autors, die bei den Shootings für die Illustration des Buches entstanden sind. Das ist eine schöne Sammlung interessanter Fotos die auch als Inspiration gedacht ist.

Fotografische Hinweise zu Verschlusszeiten, Blende, Beleuchtung usw. gibt es in diesem Buch des Autors nicht. Es konzentriert sich auf das Posen. Es ist sowohl für Models (als Vorbereitung), als auch für Fotografen geeignet. Denn: Nur im Team können schöne Aufnahmen entstehen. Und es ist sicher gut, wenn man beide Seiten der Kamera kennt.

Ich fand das Buch sehr interessant, gut strukturiert und durchdacht. Es macht Lust, das dort gesehene in der Praxis auszuprobieren. Ideen habe ich schon einige gesammelt. Also: Bei Interesse an einer kreativen Zusammenarbeit bitte melden :-).

Das Buch mit dem kompletten Titel „Professionelles Posing: Der Ratgeber für Fotografen und Models. Grundlagen und neue Trends. Leicht erklärt – perfekt für Anfänger“ ist beim Humboldt Verlag erschienen. Preis: 24,99€

 

 

Passend zu Halloween

Hallo,

zu Halloween gibt es heute das passende Portrait 🙂

Halloween

Sony Alpha 57

Tamron 90mm F2.8  1/500 ISO 100

Bearbeitet mit Lightroom 5.6

Modell: Hannah

 

 

Meine erste Portrait-Aufnahme

Portraitfotos waren bislang noch kein Bereich der Fotografie an den ich mich so recht herangetraut habe.

Auf sonyalphamag.de wurde nun ein Fotowettbewerb für Blogger zum Thema „Mein bestes Portraitfoto“ ausgelobt. Lockt hier doch ein Objektiv, das zusammen mit einem Reflektor eine prima Grundausstattung für die Portraitfotografie darstellen würde.

Meine erste Spiegelreflexkamera (noch eine analoge) war eine Minolta 7000. Nachdem dann eine – recht einfache – digitale Kompaktkamera im Haus war, verwaiste die 7000er in der Fototasche. Dann kamen zwei kleine aber sehr prakische immerdabei-Kompakte Sony DSC Modelle – zuletzt eine WX100 mit denen ich viele Aufnahmen auch für den Blog gemacht habe. Der Wunsch nach mehr Möglichkeiten und besserer Qualität kam auf und so habe ich meine Sony Alpha 57 nach vielem Überlegen und Vergleichen ausgewählt. Mit dem elektronischen Sucher hatte ich keine Berührungsängste und finde die Einblendungen sehr praktisch. Die 50p Videofunktion war für mich auch ein Kaufgrund. Meine vorhandenen Minolta-Objektive passten glücklicherweise auch noch auf die neue Kamera :-).

Zur Verfügung standen mir also die Sony Alpha 57, das 18-55mm Kit-Objektiv, ein 35-85mm und ein 75-300mm Objektiv aus meiner Minoltazeit.

Da ich keine Blitzgeräte besitze, kam zunächst nur eine Aufnahme bei vorhandenem Licht oder mit Basteleien beim Beleuchten in Frage.

Für das Portrait meiner Tochter habe ich den kamerainternen Blitz nicht verwendet und zur Beleuchtung eine Stehlampe mit einer Reflektor-Glühlampe beholfen. Das 18-55mm Kit-Objektiv kam für die Aufnahme zum Einsatz.

Hier die Bild-Daten: f 5.5, 1/10, 55mm, -1.3 EV, ISO 400

Das Bild habe ich zugeschnitten und als Schwarzweiß-Bild exportiert.

Für mein erstes Portrait gefällt es mir schon gut. Vieles kann man mit der Zeit sicher noch besser machen.

Mit einer 1.8er Blende könnte man natürlich ein schöneres Bokeh erhalten 😉 vielleicht habe ich ja Glück und gewinne es :-).