Saudi Arabien – Land voller Geheimnisse

Durch eine glückliche Fügung hatte ich die Gelegenheit dem Kindom of Saudi Arabia (KSA) einen Besuch abzustatten. Alass war eine Dienstreise.

Dieses Land ist ja eher nicht als Urlaubsparadies bekannt – dafür besitzt es aber ein geheimnisvolles und auch teilweise auch bedrohliches Image.

Bereits vor der Einreise sind einige Formalitäten nötig und man tut gut daran, sich die zahlreichen Verhaltens- und Benimmregeln zu studieren.

Ich war also sehr gespannt (und auch etwas besorgt)  was ich dort so erleben würde.

Für mich war der Flug von Frankfurt nach Riyadh in einer Boeing 747 eine Premiere.

Im Spiegel betrachtet passt er mir ganz gut ;-).

Der Flug war sehr kurzweilig – es war prima Flugwetter.

Abends kam ich dann auf dem King Khalid Airport in Riyadh an. Die Bauweise in KSA ist wie bald bemerken sollte „nicht-kleckern-sondern-klotzen“.

Was mich etwas bedrückte war die Begrüßungs-SMS des lokalen Telefonanbieters. Diese enthielt auch folgenden Hinweis: „…The No of German embassy in Riyadh is 0096614880700… „. (Schluck)

Nach einer gut einstündigen Wartezeit bei der Einreisekontrolle (hier werden alle Fingerabdrücke gescannt und ein Foto gemacht) ging es dann zum Hotel. (Fahren musste ich  zum Glück nicht. Der Verkehr ist in Riyadh einfach die Hölle). Die Autos scheinen hier alle ungefähr doppelt so groß zu sein wie bei uns.  Benzin ist hier ja billig ;-).

Aussentemperatur um 22 Uhr: 38°C bei 10% Luftfeuchtigkeit aber gut zu ertragen.

Im Hotel angekommen. Auch hier alles sehr Aufwändig ausgestattet…

Leider war es ja keine Urlaubsreise, also blieb nicht allzuviel Zeit um etwas vom Land zu sehen. (Ich habe in der guten Woche fast ausschließlich klimatisierte Luft geatmet). Und die Klimaalagen sind hier immer auf Anschlag eingestellt.

Unsere Arabischen Gastgeber waren sehr freundlich. Viele tragen die klimatisch sehr praktische Landestracht. Der Tag wird durch die festgelegten Gebetszeiten bestimmt.

Ein Highlight war der Besuch des Al Faisalia Towers am National Day. Durch den Verkehr hatte ich eine mehr als einstündige Anfahrt. Gefühlt war die gesamte Bevölkerung in Autos unterwegs und feierte fröhlich und ausgelassen. Soweit ich das beobachten konnte war alles sehr friedlich und gesittet. Alkohol ist ja auch komplett verboten.

Im Basement des Towers wartete eine Aufgabe auf mich :-).

Dann ging es in einem turboschnellen Aufzug zunächst in die 30. Etage und dann mit einem Glasaufzug ganz oben in die oberste Etage des Gebäudes in die Kugel.

Der Ausblick ist einfach atemberaubend.  Man kann ganz Riyadh von oben sehen. In der rechten Bildmitte kann man noch das  (noch höhere) Kindom Centre – dieser wird von den Einheimischen liebevoll „Allah´s Bottle Opener“ genannt – sehen.

Ein Blick vom Sitzplatz aus nach oben verrät: Höher geht es in dem Gebäude nicht mehr.

Hier kann man gut die vielen Autos auf den Straßen sehen. Die Polizei hatte aufgrund des Nationalfeiertages viele Straßen abgesperrt so dass es sich reichlich staute.

Wieder auf festem Boden der Tower in nächtlicher Festtagsbeleuchtung.

Als Orientierungshilfe in den nächsten Tagen war der Tower gut geeignet. Man sieht ihn einfach von überall…

Abendstimmung in Riyadh.

Die Preise im Hotel waren ganz schön gesalzen. Darum habe ich mich, zusammen mit meinem Kollegen an einem Abend zu Fuß in ein indisches Restaurant in der Nähe gewagt. In KSA leben sehr viele Inder und Pakistani. In dem Restaurant waren wir die einzigen Europäer. Wir haben den Besuch jedoch nicht bereut. Freundliche Bedienung und sehr leckeres indisches Essen (auch in  „medium“ scharf) das wir wie die anderen Gäste mit den Händen zu uns genommen haben. Umgerechnet haben wir für 2 Personen mit Getränken und Chai (Tee mit Milch und Gewürzen) knappe 7 Euro bezahlt.

Von dem Erfolg angespornt habe ich mich dann noch in einen sehr schönen Laden für Kaffe, Nüsse und Süßigkeiten gewagt. Die netten Ladenbesitzer haben gleich einiges zum Verkosten angeboten (Njam) und sich fotografieren lassen.
Allgemein waren die Verkäufer die ich erlebt habe sehr zurückhaltend und freundlich.

Die Zeit in Riyadh war schnell vorbei. Weiter ging es in knapp 5 Stunden durch die Wüste zum Persischen Golf. ( hier sagt man dazu Arabischer Golf). Nachmittags ging es los und wir erreichten den Stadtrand von Riyadh kurz vor dem (leider diesigen) Sonnenuntergang. Tagsüber war 45°C heiß.
Zur offenen Wüste war es leider noch ein Stück…

In KSA ist man schon etwas näher am Äquator. Darum fällt die Dämmerung sehr kurz aus. Als wir den Bergrücken der die offene Wüste abtrennt erreichten, war es leider schon stockdunkel.

Hier kann man vorne den Kamelschutz-Zaun an der Wüstenautobahn ( und hinten den Verkehr) sehen. Leider waren die Dünen im Dunkel nicht mehr zu erkennen. Nächtliche Zusammenstöße mit Kamelen sind hier sehr gefürchtet.

Zumindest den pudrig-feinen roten Sand konnten wir bewundern.

Um 23 Uhr sind wir dann im unserm Zielort im Hotel angekommen.

Am Persischen Golf statteten wir eien Tag später der Grenze nach Bahrain einen Besuch ab.
Eine Straße führt über eine laaange kilometerlange Brücke zu dem Inselstaat.

Bei 45°C und 60% Luftfeuchtigkeit ging es dann wieder nach  Al-Khobar.

Hier wird am Ufer des Golfs ein Restaurant mit integriertem Wasserturm gebaut. Man beachte die Größenverhältnisse zu den Baggern links vor dem Turm..

In Al-Khobar gibt es an künstlich gestalteten Meeresbuchten den Corniche-Park. Abends wimmelt es hier von Menschen. Aber am Nachmittag lag er noch ganz verlassen da.

Die Gelegenheit um den Cache der hier lag zu suchen.

Leider ein Griff ins Leere. Ich habe nur eine leere Drahthalterung für eine Filmdose entdeckt.  Später habe ich erfahren, dass der Owner den Cache dort umplaziert hat. Naja.. Urbanes Cachen ist ja auch nicht so meine Vorliebe. Ich wollte nicht in einem Saudischen Gefängnis landen :-D.
Trotzdem schade. Ein Wüstentradi wäre mir aber lieber gewesen. (vielleicht beim nächsten? mal)

In KSA gibt es viele Shopping-Malls (mit fast den gleichen Läden wie bei uns).

Da es ja keine alkoholischen Getränke gibt,  hat man sich im Land auf frisch gepresste Säfte spezialisiert. Diese sind recht günstig und super lecker und gaaanz frisch. In dieser Mall habe ich einen frischen Granatapfelsaft probiert. Sehr erfrischend!

Auch in Al-Khobar wird viel und hoch gebaut.

Wieder ist ein Tag zu Ende. Ein schneller Sonnenuntergang…

…bevor es zum Scitech Centre ging. Hier befindet sich neben einer Wissenschaftliche Ausstellung mit vielen Experimenten zum Ausprobieren und Mitmachen ein Observatorium, Vortragsräume….

Vor der Tür lag auch ein Geocache. Allerdings konnte ich diesen in dem ganzen Plastikmüll nicht finden. Da die Sicherheitsleute des Museeums am Zaun patroullierten habe ich die Suche lieber abgebrochen.

An die Ausstellung angeschlossen ist ein IMAX Kino.

Stimmungsvolle Beleuchtung am Eingang.

So ging dieser Tag und  dann auch diese Reise zu Ende.  Ich habe viel neues erlebt  und nette Menschen kennengelernt.
Beim nächsten? Besuch muss ich aber unbedingt etwas Natur (Wüste) sehen.

Inschallah!

 

 

2 Antworten auf „Saudi Arabien – Land voller Geheimnisse“

  1. Sehr schön, erinnert mich ein wenig an meine Reisezeiten, da hatte ich mit GC allerdings noch nichts am Hut und da gab es dort auch wohl kaum Caches. Den Flughafen in Riyadh kenne ich auch nur aus der Transferzone: Ich musste hier mal bei einem Zwischenstopp aus dem Flieger.
    So um 2005-2007 habe ich bestimmt 180 Tage in Hotels in Abu Dhabi, Dubai und Kuwait verbracht: Dienstlich. Schön wenn dann von den Kollegen und Bekannten kommt: Toll, da machen doch andere Urlaub… ja danke! Aber für hin und wieder ganz abwechslungsreich und wer kann schon sagen: Ich bin am Wochenende in der Wüste Ski gefahren…
    Aber so schön bekloppt mit höher, schneller, weiter, tiefer, größer, goldener usw. sind die alle da am Golf… 🙂

  2. Toller Bericht mit ebensolchen Fotos! Ja, cachen in solchen Ländern ist etwas ganz Anderes, das kann man mit Europa nicht vergleichen. Ich war ja nun auch schon häufiger im Nahen Osten unterwegs und kann das beurteilen. Allerdings ist es als Frau nochmal anders. Nach Saudi-Arabien würde ich auch sehr gern mal reisen, doch total verschleiert auf Dosensuche zu gehen reizt mich nicht. In Syrien, Jordanien, Ägypten oder Libanon konnte ich angemessen gekleidet herumlaufen und hatte den Touristen-Status. 😉

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