Geochecker & Co – Fluch oder Segen?

Geochecker etc. sind praktisch und sollen unnötige Fahrten ersparen.

Meiner Meinung nach kann man darauf verzichten. Warum?

Wenn ein Owner ein Rätsel erstellt, sollte er es so formulieren, dass der Cacher es „merkt“ wenn er die richtige Lösung ermittelt hat. Wenn die ermittelte Location des Versteckes dann auch noch einen inhaltlichen Bezug zum Rätsel hat ist die Sache klar und man benötigt kein Checktool. Zur Not gibt es ja noch die Möglichkeit eine eMail an den Owner zu verfassen. Das soll ja der Kommunikation dienen ;-).

Die Prüf- und Checktools haben m.E. dazu beigetragen, dass wirklich JEDE Location bedost wird – auch wenn sie zum Rätsel keinen Bezug hat – und das Rätsel mit nicht mehr nachvollziehbaren Lösungswegen erstellt werden. Teilweise braucht man nicht das ganze Rätsel lösen, sondern kann die fehlenden Koordinatenteile mit dem Checker ermitteln.

Der Drang den „Outdoor-Teil“ zu absolvieren ist nicht mehr so groß. Die „Belohnung“ der Bestätigung der richtigen Lösung ist ja schon im Checktool erfolgt und die gelösten Mysteries stapeln sich…

Logischer wäre es dann, den Statistikpunkt gleich vom Checktool vergeben zu lassen.

Wie sind Eure Beobachtungen?

7 Antworten auf „Geochecker & Co – Fluch oder Segen?“

  1. Meine Beobachtungen als Suchender sind die folgenden:

    ein Checker macht durchaus Sinn, wenn es keine eindeutige Lösung gibt, z.b. bei Recherchen im Netz etc.
    Ich habe auch schon öfters mal im Wald gestanden, weil ich eine falsche Lösung im Gepäck hatte.
    Mysteries stapeln sich bei mir recht selten, da ich diese erst nach Tourplanung löse und nicht auf Vorrat.
    Es kommt dann vor, dass es mehr Caches gibt, als der Tag lang ist. Dieser ein oder andere Cache kommt dann auf den „Stapel“..

    Als Owner sehe ich einen Checker als Erleichterung, wie gesagt, sowohl für den Sucher als auch für den Owner. Es erspart einfach ein volles Mailpostfach a la „Sind diese Koordinaten richtig?“….und frustrierter Logs a la, „keine Antwort vom Owner“ wenn man mal eine zeitlang nicht online war, um sofort zu antworten.Ich betreibe ja schließlich ein Hobby und kein 24h Call-Center.

  2. Wenn ein Rätsel eine einzige eindeutige Lösung hat, kann man vielleicht auf den Checker verzichten. Ich persönlich bevorzuge allerdings Mysteries, die einen Checker haben. Es ist uns einfach schon viel zu oft passiert, dass wir einen Mysterie ohne Checker gelöst haben, der nicht eindeutig war (z.B. Internetrecherche, wo auf verschiedenen Seiten unterschiedliche Angaben zu finden waren) und der Owner auch auf eine Anfrage, ob man denn richtig ist, nicht reagiert. Oder man hat zwar eine eindeutige Lösung, vertippt oder verrechnet sich aber bei den Finalkoords. Der Checker ist also auch hier hilfreich.

  3. Innerstädtisch wird doch eh alles bedost. Ob da nun ein? oder ein Tradi liegt macht für den Outdoorteil keinen Unterschied. Richtig ist, dass bei der Lösung des Rätsels dem Cacher möglichst klar sein sollte: „Ich habe die Lösung.“ Das ist für den Owner nicht immer einfach und so quer wie manche Cacher kann man vorher gar nicht denken.

    Insgesamt finde ich Geochecker mit Sonderfunktionen ganz sinnvoll. Der Owner sieht beispielsweise, dass viele Rätseler auf andere (immer gleiche) Koordinaten kommen und kann gegensteuern oder mal über sein Rätsel nachdenken.
    Der Checker kann dem Cacher auch noch ein Hinweis zum Versteck geben, der im Listing vllt. verwirren oder zuviel verraten würde.

    Das von mir gelegte ? hat übrigens einen Checker, weil mehrfach expizit danach gefragt wurde. Wer die Lösung gefunden hat, ist sich auch sicher, dass es die Lösung ist. Das stand auch so im Listing … bis der Checker kam.

  4. Ich stimme JR zu. Die Aussage ist einfach… Quatsch. Ich meine, das mag eine These sein, eine Idee von dir. Aber die gilt sicher zu beweisen.

    Nicht alle Rätsel sind eindeutig lösbar. Es kommen viele Faktoren zusammen, damit es passt. Wir reden hier nicht von ROT-13-Rätseln, sondern von welchen, wo man wirklich mal das Hirn einschalten muss. Annahmen treffen und daraus schlussfolgern. Es gibt viele schöne Rätsel, die so gemacht sind. Aber da wäre ein fehlender Checker der Grund, warum der Owner nicht mehr wegkommt von seinem Postfach.

    Checker sind dafür gedacht, den Owner zu entlasten. Aber auch die Umwelt. Wenn jeder seine Lösung vor Ort prüfen würde, hätten wir massenhaft unsinnige Autofahrten oder unnötig zerwühlte Gegenden.

    Schau über deinen Horizont. Kannst du dir nicht vorstellen, dass alles immer absolut eindeutig ist?
    (Schon mal Cluedo gespielt oder bei einem Krimi mitgeraten und eine falsche Annahme gehabt? Siehste.)

  5. Du schreibst es ja selbst: Der Owner sollte das Rätsel so formulieren, dass der Cacher es „merkt“, wenn er die richtige Lösung hat. Das ist oft aber nicht der Fall. Gut, wenn der erratene GZ zehn Kilometer vor der Küste ist, ist die Lösung offenbar falsch, 100 Meter abseits des Weges ist aber oft plausibel.
    Und gerade weil die Lösungen eines Rätsels nicht immer eindeutig sind, ist ein Geochecker Pflicht, denn wenn beispielsweise 1/3 aller Rätselknacker den falschen Ort maximalinvasiv durchsuchen, ist keinem geholfen

  6. Die Prüf- und Checktools haben m.E. dazu beigetragen, dass wirklich JEDE Location bedost wird

    Die Herleitung zu dieser Aussage würde mich interessieren…
    IMHO hat das überhaupt nichts mit irgendwelchen Geocheckern zu tun, aber vielleicht irre ich mich ja. 😉

    Ich wäre dafür, auf gc.com einen Button zu integrieren, mit dem man seinen persönlichen Counter durch simples Klicken hochjubeln kann. Dann hätte zumindest die Statistik mit all ihren Neidern ein Ende… aber Geochecker tun mir persönlich nicht weh. 🙂

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