Festung Nauders

Nach 6 Jahren haben ich es in diesem Jahr endlich geschafft die Führung durch die Festung Nauders (oder auch Sperrfort Nauders) zu besuchen.

Das imposante Bauwerk ist das letzte seiner Art in Österreich und wurde in den Fels hineingebaut.

Es sichert diese schmalste Stelle der Reschenstraße nach beiden Richtungen.

Hier der Eingang.

Unter der ehemaligen Zugbrücke rauschte der Stillebach (hier garnicht so still). Er diente auch zur Wasserversorgung der Anlage. Zusätzlich gab es auch noch eine Wasserleitung.

Da es tagsüber sehr warm war, war die kühle Luft in der Festung eine willkommene Erfrischung. Eine Jacke kann aber auch nicht Schaden, da die Führung über eine Stunde lang dauert.

In einem der vielen Räume befindet sich eine Gedenkstätte für die Kaiserschützen.

Die Anlage wird vom Museumsverein Nauders mit Einsatz von viel Freizeit und Herzblut vor dem Verfall bewahrt. ein Wettlauf mit der Zeit…

… und dem eindringenden Wasser, das hier in den zahlreichen Maurekübeln aufgefangen wird um den Holzboden zu schützen.

Der Materialaufzug mit der noch originalen Seilwinde. Die Anlage hat insgesamt 5 Stockwerke.

Treppe nach oben…

Hier die Küche. Eine Backstube mit großem Ofen gibt es auch. Die Verpflegung der Mannschaft musste ja auch ohne Lieferung von außen eine Zeitlang möglich sein.

Ein Munitionslager.

In einigen Räumen sind Luftentfeuchter imstalliert und sie beherbergen Ausstellungsstücke.

Ähnliche (und noch vorsintflutlichere) Fernschreiber habe ich während meines Wehrdienstes auch noch instandgesetzt.

Die Vermittlung sah bei der Bundeswehr damals auch nicht viel anders aus. So etwas funktioniert halt bei jedem Wetter.

 

Hier ist Österreich, ein befreundetes Land!

Die Reschenstraße liegt voll im Blick…

Im Läufe der Führung darf man auch auf das Dach des Vorbaus. Nach dem kühlen Gemäuer war das eine gute Gelegenheit zum Aufwärmen.

Die Außenfassade ist für eine Festung optisch sehr aufwendig gestaltet.

Der obere Teil der Anlage beinhaltet noch eine Besonderheit. Ein Haus im Berg! Die Form des Spitzbogens setzt sich nach innen fort…

…darin hineingebaut ist ein zweigeschossiges Haus mit Dach.

Um das Haus befindet sich ein begehbarer Hohlraum.

Hier das obere Geschoss. Hier finden Vorträge und Tagungen statt.

Vor dem Haus befindet sich diese abenteuerliche Konstruktion. Über diese Treppe gelangt man in den runden Ausguck auf dem Dach der Anlage.

Hier der granitgefasste Eingang des Hauses im Berg (von der Wendeltreppe zum Ausguck aus gesehen).

Unten rechts sieht man einen sogenannten Haflinger – ein sehr geländegängiges und gefragtes Fahrzeug.

Wir waren fast zwei Stunden in der Anlage und es wurde nicht langweilig. Der Besuch hat sich gelohnt.

Wer mag kann noch dem passenden Geocache „Festung Nauders“ einen Besuch abstatten.

 

Zammer Lochputz

Das Wetter war wieder einmal heiß. Also: Eine Klamm muss her!

Da wir keine so große Wanderung machen wollten, da noch eine Mehrtagestour auf dem Plan stand, wollten wir endlich einmal den Zammer Lochputz bei Zams besuchen. Beim letzten Besuchsversuch sind wie bei langanhaltendem Starkregen auf dem Parkplatz fast ertrunken ;-).

Im Eingangsbereich hatte U1 RADIO UNTERLAND TIROL eine Art Bühne aufgebaut und die verschmitzt dreinblickende Dame am Kassenhäuschen fragte nach dem Passwort. Da wir es nicht wussten, raunte sie es uns zu – „Wassernymphe“ – und der Eintritt war frei :-). Vielen Dank dafür.

Im Internet steht, dass Hunde erlaubt sind, aber die freundliche Kassiererin riet uns, es erst einmal mit der Treppe zum Schaukraftwerk – eine Gittertreppe – auszuprobieren, da es mehr als 200 Stufen dieser Art in der Klamm hätte. Eine gute Idee, denn unser Benji wollte auf diesen mit antirutsch-zacken versehenen Stufen garnicht gut laufen. So blieb nun die Frage ob einer mit dem Hund wartet oder ob wir noch weiter zur Rosengartenschlucht fahren. Frau Irrlicht opferte sich und so konnten Vater und Tochter hinein.

Zur Klamm gibt es eine Kunst-Sage über einen Schmied und eine Wassernymphe. Die Stationen dieser Sage kann man dann auf einem Rundgang durch die Klamm besuchen.

Ausgestattet mit dem vorgeschriebenen Helm ging es zum Eingang.

Über eine Hängebrücke konnte man über den Lochbach und dann neben einer hohen Wasserfontäne bis zum Fuß eines spektakulären Wasserfalles – immer über Laufgitter mit Blick nach unten :-).

Etwas oberhalb sieht man die Ruine der alten Schmiede.

Dann ging es viele Stufen nach oben mit viel Luft nach unten…

…über weitere Gittertreppen. Durch einen Tunnel gelangt man úber den Wasserfall mit einer tollen Aussicht – vor allem nach unten :-).

Vorbei an einem Kraftwerksgebäude und dem Llochputz – einem versteinerten Stierkopf…

geht es wieder durch einen Tunnel mit Spiegeln – passend zur Sage…

und dann gelangt man zu einem Turm mit einer Multimediavorführung der Lochputz-Sage. Dann ist man auch schon wieder draußen.

Das Schaukraftwerk…

und einen Höhlenraum mit einer Installation von beleuchteten Blubbersäulen kann man auch noch besichtigen.

Ein sehr schöner Ausflug.

Hier unser Video von unserem Besuch:

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Einen Earthcache kann man auch noch vor Ort lösen.

Viel Spannung hatten wir beim Heben des zugehörigen Tradis. Das Cacheversteck hatten wir schon bei der Begehung des Lochputzes entdeckt. Blieb nur die Frage wie man dort hingelangt. Nachdem das Problem gelöst war noch eine Kletteraufgabe zu lösen. Das hat Spaß gemacht und man konnte auch mal ans Wasser.

In Zams habe wir dann noch einen Hüttenschlafsack besorgt und und in Landeck etwas gebummelt. Dann ging es auch wieder nach Hause zur Ferienwohnung.

Die Radurschlklamm in Pfunds

Bei jedem Urlaub in Nauders steht ein Besuch der Radurschlklamm auf dem Programm.

Eine Empfehlung besonders für heiße Tage – bietet die enge Schlucht doch Schutz vor der Sonne und der Radurschlbach sorgt für die nötige Abkühlung.

In diesem Winter ist wieder eine Lawine aus Eis, Holz und Steinen in das Tal abgegangen und hat den Klammsteig für einige Zeit unpassierbar gemacht.

Nun im Juli ist immer noch Eis vorhanden. Das,Wasser hat mittlerweile eine riesige Höhle ausgespült.

Einige in das Eis gehackte Trittstufen und eine Seilsicherung ermöglichen nun die Umgehung der gefährlichen Stelle.

Der Klammsteig führt auf schmalem Pfad über einige Brücken…

…mal direkt am Radurschlbach mal etwas höher durch die Schlucht.

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Viele Wasserfälle sind zu bestaunen – eine Märchenhafte Kulisse.

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Hier noch das Video von unserem Besuch. Wenn Euch das Video gefällt könnt Ihr ja gerne meinen Youtube Kanal abonnieren :-).

Für die Aufnahmen habe ich die Einbein-Funktion meines Sirui-Statives verwendet. Als Stütze beim Klettern konnte man es auch gleich verwenden.

Wer möchte, kann bei der Wanderung von durch die Klamm aus noch den dazu passenden Multi Radurschlklamm suchen.

Der Rückweg kann über Greit (hier ist ein Gasthof) oder über die Kappelle St. Ulrich und den Kreuzweg erfolgen. Je nach Rückweg sind insgesamt ca. 7 Km Wanderung zurückzulegen. (Natürlich kann man auch den Weg durch die Klamm zurückgehen. Dann ist der Weg etwas kürzer.)

Die Radurschlklamm ist auf jeden Fall einen Besuch Wert.