Selbst gemacht – Cider: Abfüllen

Vor sechs Tagen war es soweit. Der fertig vergorene Cider wurde mit der berechneten Menge von 11.6 Gramm Traubenzucker pro Liter (mit etwas Wasser aufgelöst) versetzt um eine Karbonisierung von ca. 6.5 Gramm CO2 pro Liter zu erreichen.

Dann erfolgte die Nachgärung bei Zimmertemperatur in der Flasche – ähnlich wie beim Sekt.

Heute habe ich eine Flasche kühlgestellt und verkostet:

Sehr lecker! Feinperlig, fruchtig und leicht herb mit angenehmer Säure. Ca. 10% Volumenprozent Alkohol.

 

 

 

 

 

 

Selbst gemacht – Hop-Cider & Graf

Was bisher geschah…

Der kürzlich angesetzte Cider wurde laufend Verkostet und für gut befunden. Zuerst süß prickelnd – auch sehr gut als Schorle mit Sprudelwasser – ähnlich dem frischen Federweißen dann später zunehmend alkoholischer und herber. Zwischenzeitlich habe ich noch zwei Liter naturtrüben Apfelsaft aufgefüllt.

Jetzt habe ich noch weitere Varianten des Cider entdeckt und mich entschlossen den Ansatz zu teilen.

Hop-Cider:

Als Brauer hat ja immer einen Vorrat an Hopfen verfügbar. Also habe ich 2 Liter Cider in eine Gärflasche abgefüllt und 6 Gramm Citra Hopfenpellets dazugegeben. Wie beim Hopfenstopfen beim Bierbrauen gibt der Hopfen im Kaltbereich die aromatischen Hopfenöle und nur wenige Bitterstoffe ab. Der Citra Hopfen soll – wie der Name schon sagt – Zitrusaromen beisteuern.

Graf:

Der Graf (wird auch Graff ausgesprochen) ist ein Hybrid aus Bier und Cider – also genaugenommen ein Fruchtbier. Der Name „Graf“ soll möglicherweise aus der Serie „The Dark Tower“ stammen. Ein Rezept gibt es dort aber nicht.

Ich habe mir mit einer Dose Weizenbier Malzsirup 2 Liter Würze hergestellt. Der Malzextrakt hat eine Konsistenz wie Rübenkraut und wird mit Wasser und Zucker erwärmt.

Dazu kamen dann 2 Liter Cider. Das muss nun noch eine Weile vergären.

 

 

 

Röstmalz selbst herstellen

Nachdem ich einen größeren Vorrat an Basismalzen angelegt habe, benötigte ich für ein Rezept ganze 70g Röstmalz.

Dafür wollte ich keine extra Bestellung aufgeben. Das muss doch auch anders gehen.

Kurzerhand wurde ein Liter Münchner Malz auf ein Blech im Backofen ausgebreitet und im Ofen bei Umluft auf 70°C aufgeheizt und für 30 Minuten gehalten.

Dann auf 130°C aufheizen und die Temperatur halten. Dann auf 170°C aufheizen und für 30 Minuten halten. Dann auf 210°C aufheizen und dabeibleiben bis der gewünschte Röstgrad erreicht ist. Das ist dann etwas unangenehm, wegen der Rauch- und Geruchentwicklung.

Nach der 130°C Phase und frühen 210°C Phase Teilmengen entnommen. So habe ich verschiedene Röstgrade erhalten.

Um die Farbwirkung zu testen habe ich vom dunkelsten Röstmalz eine Probe gemörsert und kalt angesetzt.

Schwarz wie die Nacht und riecht wie Kaffee.

Den ersten Test werde ich bei einem kombinierten Malzbier/Albier Sud wagen.