Wit Wit Hurraa – Elderflower Witbier

Ein Belgisches Witbier stand schon länger auf der Wunschliste. Für den Sommer ist das ein sehr erfrischendes Getränk.

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Den nötigen Rohweizen (2 Kg) habe ich mir im örtlichen Bio Markt besorgt. Dabei gleich einige Biobiere zum Verkosten mitgenommen. Das Schroten ging mit der Mühle etwas anstrengend. Zwei Durchläufe waren nötig.

Einmaischen…

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Eigens gesammelte Holunderblüten (Elderflower). Diese habe ich soweit wie möglich von den Stielen entfernt und entkäfert.

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Vor Koch-Ende kommen getrocknete Bitterorangenschalen und gemörserte Korianderkörner dazu. Zuletzt die Holunderblüten.

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Das Läutern ging problemlos vonstatten.

Als Hefe kam die M21 von Mangrove Jack zum Einsatz.

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Die Gärung war schnell durch. Einmal umschlauchen – dabei habe ich die Hefe für den nächsten Sud geerntet.

Nach zwei Tagen Cold Crash im Kühlschrank wurde dann abgefüllt. Karbonisiert wurde mit Traubenzucker auf 6.5g CO2.

Die ersten Probeflaschen lassen schon gutes erwarten.

 

Mit dem Treber habe noch ein schönes Treberbrot gebacken.

Durch den Rohweizen war es besonders lecker.

 

Ein Brautag bei der UNION Brauerei Bremen – Das Siegerbier wird gebraut

Bei den 4. Bremer Craft Beer Tagen bei der UNION Brauerei Bremen im September 2017 fand ein Wettbewerb der Heimbrauer statt.

Florian Steininger hat hier mit seinem Weizen-Stout Hlōd den ersten Platz belegt. Das Siegerbier wird bei der UNION Brauerei dann gemeinsam mit den Braumeistern nachgebraut und auf den nächsten Craft Beer Tagen ausgeschenkt.

Heute war es soweit und ich durfte einen Teil des Brautages miterleben.

Als ich eintraf, wurde gerade abgemaischt. Die Pumpe hatte die Maische schon in den Läuterbottich gepumpt – die Reste wurden noch von Hand umgefüllt. Hier wurde nichts verschwendet. Der Braumeister Kristof Herr und der Brauingenier und Biersommelier Carsten Eger begleiteten den Brauvorgang.

Wie Honig…

Ein Blick in den vollen Läuterbottich. 200 Liter Ausschlagwürze waren angepeilt – bei 20 Plato!

Hier kommt die erste Würze. Die zieht fast schon Fäden. Und wie das duftet :-).

Jaja… der Brauer ist eine Reinigungskraft mit Zusatzausbildung…

Die erste Würze wurde verkostet. Malzig, weich und samtig-cremig. Sehr lecker!

Noch einmal zurückgießen…

Nun läuft die Würze klar.

Für das Anstellen der Hefe wird etwas Würze abgezweigt.

Der Schaum ist so cremig – wie Espresso…

Das Läutern brachte die Anlage an die Grenzen.

Hier steht schon die Hefe bereit.

Kontrolle der Stammwürze – wieweit sind wir schon?

Außerhalb der Skala. Eine 1:1 verdünnte Messung bestätigte: 22 Plato!

Wenn das kein Grund zur Freude ist :-).

Das Hlōd vom letzten Sud haben wir auch noch verkostet. Flüssiges Dessert :-).

Die Zielmenge ist auch schon fast erreicht.

Jetzt wird ausgetrebert. Gut wenn man noch helfende Hände hat.

Letze Messungen…

Weiter austrebern…

Der Siebboden liegt frei.

Die Brüdenhaube wird umgeschwenkt.

Noch etwas Glattwasser…

Die Hefe kommt zur abgezweigten Würze…

Die Würze wird jetzt zum Würzekochen weiter aufgeheizt.

Nach dem Kochen erfolgt die erste Hopfengabe.

Nun heißt es wieder putzen…

Bis hierher konnte ich bleiben. Ich hoffe, alles hat noch geklappt wie geplant.

Bei den 5. Bremer Craft Beer Tagen am 25. und 26.5.2018 bei der UNION Brauerei Bremen könnt ihr das Hlōd Weizenstout von Florian Steininger probieren.

Der Heimbrauerstammtisch wir in diesem Jahr das erste Mal mit einem eigenen Stand dabei sein. Da wird es eine große Auswahl an selbstgebrauten Bieren geben. Ihr könnt gespannt sein.

 

 

Selbst gemacht – Hop-Cider & Graf

Was bisher geschah…

Der kürzlich angesetzte Cider wurde laufend Verkostet und für gut befunden. Zuerst süß prickelnd – auch sehr gut als Schorle mit Sprudelwasser – ähnlich dem frischen Federweißen dann später zunehmend alkoholischer und herber. Zwischenzeitlich habe ich noch zwei Liter naturtrüben Apfelsaft aufgefüllt.

Jetzt habe ich noch weitere Varianten des Cider entdeckt und mich entschlossen den Ansatz zu teilen.

Hop-Cider:

Als Brauer hat ja immer einen Vorrat an Hopfen verfügbar. Also habe ich 2 Liter Cider in eine Gärflasche abgefüllt und 6 Gramm Citra Hopfenpellets dazugegeben. Wie beim Hopfenstopfen beim Bierbrauen gibt der Hopfen im Kaltbereich die aromatischen Hopfenöle und nur wenige Bitterstoffe ab. Der Citra Hopfen soll – wie der Name schon sagt – Zitrusaromen beisteuern.

Graf:

Der Graf (wird auch Graff ausgesprochen) ist ein Hybrid aus Bier und Cider – also genaugenommen ein Fruchtbier. Der Name „Graf“ soll möglicherweise aus der Serie „The Dark Tower“ stammen. Ein Rezept gibt es dort aber nicht.

Ich habe mir mit einer Dose Weizenbier Malzsirup 2 Liter Würze hergestellt. Der Malzextrakt hat eine Konsistenz wie Rübenkraut und wird mit Wasser und Zucker erwärmt.

Dazu kamen dann 2 Liter Cider. Das muss nun noch eine Weile vergären.