Ein Brautag bei der UNION Brauerei Bremen – Das Siegerbier wird gebraut

Bei den 4. Bremer Craft Beer Tagen bei der UNION Brauerei Bremen im September 2017 fand ein Wettbewerb der Heimbrauer statt.

Florian Steininger hat hier mit seinem Weizen-Stout Hlōd den ersten Platz belegt. Das Siegerbier wird bei der UNION Brauerei dann gemeinsam mit den Braumeistern nachgebraut und auf den nächsten Craft Beer Tagen ausgeschenkt.

Heute war es soweit und ich durfte einen Teil des Brautages miterleben.

Als ich eintraf, wurde gerade abgemaischt. Die Pumpe hatte die Maische schon in den Läuterbottich gepumpt – die Reste wurden noch von Hand umgefüllt. Hier wurde nichts verschwendet. Der Braumeister Kristof Herr und der Brauingenier und Biersommelier Carsten Eger begleiteten den Brauvorgang.

Wie Honig…

Ein Blick in den vollen Läuterbottich. 200 Liter Ausschlagwürze waren angepeilt – bei 20 Plato!

Hier kommt die erste Würze. Die zieht fast schon Fäden. Und wie das duftet :-).

Jaja… der Brauer ist eine Reinigungskraft mit Zusatzausbildung…

Die erste Würze wurde verkostet. Malzig, weich und samtig-cremig. Sehr lecker!

Noch einmal zurückgießen…

Nun läuft die Würze klar.

Für das Anstellen der Hefe wird etwas Würze abgezweigt.

Der Schaum ist so cremig – wie Espresso…

Das Läutern brachte die Anlage an die Grenzen.

Hier steht schon die Hefe bereit.

Kontrolle der Stammwürze – wieweit sind wir schon?

Außerhalb der Skala. Eine 1:1 verdünnte Messung bestätigte: 22 Plato!

Wenn das kein Grund zur Freude ist :-).

Das Hlōd vom letzten Sud haben wir auch noch verkostet. Flüssiges Dessert :-).

Die Zielmenge ist auch schon fast erreicht.

Jetzt wird ausgetrebert. Gut wenn man noch helfende Hände hat.

Letze Messungen…

Weiter austrebern…

Der Siebboden liegt frei.

Die Brüdenhaube wird umgeschwenkt.

Noch etwas Glattwasser…

Die Hefe kommt zur abgezweigten Würze…

Die Würze wird jetzt zum Würzekochen weiter aufgeheizt.

Nach dem Kochen erfolgt die erste Hopfengabe.

Nun heißt es wieder putzen…

Bis hierher konnte ich bleiben. Ich hoffe, alles hat noch geklappt wie geplant.

Bei den 5. Bremer Craft Beer Tagen am 25. und 26.5.2018 bei der UNION Brauerei Bremen könnt ihr das Hlōd Weizenstout von Florian Steininger probieren.

Der Heimbrauerstammtisch wir in diesem Jahr das erste Mal mit einem eigenen Stand dabei sein. Da wird es eine große Auswahl an selbstgebrauten Bieren geben. Ihr könnt gespannt sein.

 

 

Besuch beim Thuner Homebrew Club

Das war mein zweiter Besuch des Thuner Homebrew Clubs in der Schweiz.

Diesmal war es ein ganz besonderes Event: Es fand das erste Mal in den Räumen der neu gegründeten Thun Bier AG statt.

Diese wurden mit viel persönlichem Einsatz und viel Herzblut hergerichtet. Dabei wurde auch die schöne gewölbte Decke freigelegt, die zuvor unter einer abgehängten Konstruktion verborgen war. Braukessel und Lagertanks stehen schon bereit und eine hochmoderne Abfüllanlage wartet auf den Einsatz.

Hier, wo zukünftig die Biere der neugegründeten Brauerei gebraut werden, trafen nach und nach die Clubmitglieder ein.

Wie üblich wurde viel gefachsimpelt und viele haben Kostproben ihres selbst hergestellten Bieres zur Verkostung mitgebracht.

In den Räumen der neuen Thun Bier AG
Kostproben selbstgebrauten Bieres. Im Hintergrund ist die Abfüllanlage zu sehen.

Gleichzeitig wurde auch die obligatorische Generalversammlung abgehalten. Interessant war für mich vor allem die Planung der nächsten Craft Beer Festival Thun.

Raphael Lanz, Verwaltungsratspräsident der Brauerei Thun AG und Stadtpräsident von Thun sprach sehr unterhaltsam  über die Gründung der Brauerei.

Im neuen Taproom konnten auch schon die ersten Biere der Brauerei verkostet werden. Hier wird bald auch öffentlich ausgeschenkt.

Links im Bild der Braumeister der Thun Bier AG Bruno Stoller. (Liebe Grüße auch an Mike).

Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung. Das freute den Präsidenten des Thuner Homebrew Club – Patrik Feller besonders.

Es ist schön eine so aktive Community zu besuchen.

Vielleicht ergibt sich einmal die Gelegenheit zu einem Gegenbesuch in Bremen.

Röstmalz selbst herstellen

Nachdem ich einen größeren Vorrat an Basismalzen angelegt habe, benötigte ich für ein Rezept ganze 70g Röstmalz.

Dafür wollte ich keine extra Bestellung aufgeben. Das muss doch auch anders gehen.

Kurzerhand wurde ein Liter Münchner Malz auf ein Blech im Backofen ausgebreitet und im Ofen bei Umluft auf 70°C aufgeheizt und für 30 Minuten gehalten.

Dann auf 130°C aufheizen und die Temperatur halten. Dann auf 170°C aufheizen und für 30 Minuten halten. Dann auf 210°C aufheizen und dabeibleiben bis der gewünschte Röstgrad erreicht ist. Das ist dann etwas unangenehm, wegen der Rauch- und Geruchentwicklung.

Nach der 130°C Phase und frühen 210°C Phase Teilmengen entnommen. So habe ich verschiedene Röstgrade erhalten.

Um die Farbwirkung zu testen habe ich vom dunkelsten Röstmalz eine Probe gemörsert und kalt angesetzt.

Schwarz wie die Nacht und riecht wie Kaffee.

Den ersten Test werde ich bei einem kombinierten Malzbier/Albier Sud wagen.